Smartphones, Tablet-PCs und Laptops sind der Renner im Weihnachtsgeschäft. Man muss sich nur noch für ein geeignetes Gerät entscheiden.

Stuttgart - Ohne elektronischen Briefkasten, mobiles Büro oder Spielkonsole verlässt heute kaum noch jemand das Haus. Smartphones, Tablet-PCs, Net- oder Notebooks gehören zur Grundausstattung des modernen Menschen. Immerhin vereint jede dieser Geräteklassen die meisten wichtigen Funktionen in sich. So bleibt es einem erspart, einen ganzen Gerätefuhrpark mit sich herumzutragen. Umso wichtiger ist es, dass man sich für das Gerät entscheidet, welches den persönlichen Ansprüchen am besten gerecht wird.

Tablet-PCs

Apples iPad machte den Anfang. Heute hat nahezu jeder Elektronikhersteller mindestens einen der ultraflachen mobilen Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm im Programm. Ob man sich für Apple iOS, Windows7 oder Android als Betriebssystem entscheidet, hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Das iPad-Betriebssystem bietet eine hohe Sicherheit, zahllose Apps und eine perfekte Einbindung in die Apple-Welt. An diese ist man dann allerdings ebenso gebunden wie an den PC, über den man seine Daten abgleicht.

Windows7 hat den Vorteil der gewohnten Benutzeroberfläche sowie der Kompatibilität mit Office und dem Desktop-Windows. Für Tablets ist Windows7 wegen der kleinteiligen Menüs aber nur bedingt geeignet, das für Tablets optimierte Windows8 erscheint erst im kommenden Jahr. Android hat derzeit die Nase vorn. Neben der großen Auswahl an Geräten spricht die Menge an meist kostenlosen Apps für das Betriebssystem mit dem grünen Roboter. Die aktuellste Version ist Android 3.0, die eigens auf die Bedürfnisse von Tablets abgestimmt wurde.

Letztlich sollte beim Kauf der persönliche Augenschein entscheiden: Wie gut ist ein Gerät verarbeitet? Wie liegt es in der Hand, wie schwer ist es und wie schnell reagiert die virtuelle Tastatur auf Eingaben? Und schließlich sollte man bei einem Gerät, das man unter Umständen täglich mit sich herumträgt, auch nach dem Lustprinzip entscheiden: Ein Tablet mit einem ansprechenden Design nimmt man einfach immer wieder gern zur Hand. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für Smartphones.

Samsung Galaxy Tab 10.1 Dass Apple wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen gegen Samsung klagt, spricht Bände. Das Galaxy Tab ist ein Herausforderer, der dem iPad auf Augenhöhe begegnet. Um das Tablet in Deutschland verkaufen zu können, änderte Samsung kurzerhand das Design. Preis: etwa 500 Euro.

Huawei Media Pad Das Huawei Media Pad ist mit seiner Größe von 7 Zoll sehr handlich. Die dezent überarbeitete Android-Benutzeroberfläche macht auf dem HD-Touchscreen eine gute Figur. Zum Lieferumfang gehört eine Office-Suite, ein Micro-HDMI-Port überträgt HD-Inhalte auf den TV-Bildschirm. Preis: 399 Euro.

Smartphones

Wie bei den Tablet-PCs hat Android auch den Markt für Smartphones gründlich aufgemischt. Das Angebot an Apps auf dem Android Market reicht noch nicht ganz an Apples App Store heran, doch er holt in atemberaubender Geschwindigkeit auf. Die spektakuläre Ankündigung von Nokia, das hauseigene Betriebssystem Symbian zu Gunsten von Windows Phone aufzugeben, hat ebenfalls Bewegung in die Mobilfunkwelt gebracht.

Die aktuelle Version Windows Phone 7.5 Mango lässt erahnen, was 2012 Wirklichkeit werden soll: Die Verknüpfung der Mobilfunk- mit der PC-Welt samt praktischer Cloud-Dienste und direktem Draht zu den Unterhaltungsangeboten von Xbox Live. Und schließlich gibt es auch noch die edlen Blackberrys, die der Rolle reiner Business-Handys längst entwachsen sind. Käufer haben also mehr denn je die Qual der Wahl. Doch Vorsicht: ein Wechsel des Betriebssystems führt dazu, dass man bereits gekaufte Apps nicht mehr verwenden kann.

Außerdem setzt ein Umstieg eine gewisse Einarbeitungszeit voraus; vertraute Eigenheiten wird man bei der neuen Software möglicherweise vermissen. Wichtige Fragen vor dem Kauf: Wie gut erkennt man Schriften, wie scharf werden Bilder und wie flüssig Videos dargestellt? Bei der Akkulaufzeit muss man sich wohl oder übel auf die Herstellerangaben oder unabhängige Tests verlassen. Schnelle Mobilfunkstandards und Multimediafunktionen saugen die Batterie in Rekordzeit leer - ein echtes Manko der Smartphone-Welt.

Samsung Galaxy Note N700 Das Galaxy Note versucht den Spagat zwischen Smartphone und Tablet. Mit seinem 5,3 Zoll (13,5 cm) großen AMOLED-Display ist es nicht ganz handlich, bietet mit 1280 x 800 Pixeln aber großes Kino für unterwegs. Toll ist auch die Möglichkeit, Eingaben mit dem Stift zu machen. Preis: etwa 520 Euro.

HTC Titan Etwas kleiner als das Galaxy Note, aber immer noch ein XL-Smartphone, ist das HTC Titan mit seinem 4,7-Zoll-Display. Dahinter macht ein 1,5-Gigahertz-Prozessor ordentlich Tempo. Als Betriebssystem ist Windows Phone7 installiert. Preis: 599 Euro.

Notebooks

Die Grenze zwischen ausgewachsenen mobilen Computern und den günstigen, leichten, mit weniger leistungsfähigen Komponenten bestückten Netbooks ist fließend. Notebooks dienen immer mehr Anwendern als kabelloser Ersatz für den Desktop-PC. Und statt zu den noch vor Kurzem so beliebten Netbooks greifen immer mehr Käufer zu Tablet-PCs, die mit ihren berührungsempfindlichen Displays und bei einigen Modellen nachrüstbaren Tastaturen mehr Anwendungsmöglichkeiten bieten.

Vor dem Kauf stellt sich die Frage, ob man einen vollwertigen Arbeits-PC haben möchte, den man notfalls zusammenklappen und mit auf Reisen nehmen kann, oder ob man einen ständigen mobilen Begleiter mit Internetzugang und guten Multimediaeigenschaften sucht. Im ersten Fall sollte man ein 15 oder 17 Zoll großes Modell wählen. Ein Notebook sollte maximal drei Kilo auf die Waage bringen, wenn man es öfters auch mobil nutzen will. Für aufwendigere Programme oder aktuelle Computerspiele sind ein leistungsfähiger Prozessor mit zwei oder vier Kernen sowie eine schnelle Grafikkarte notwendig.

Sogenannte Onboard-Grafikchips, die auf der Hauptplatine aufgelötet sind, sind nur für reine Büroanwendungen und Internet geeignet. Wichtig ist auch ein ausreichend großer Arbeitsspeicher (RAM). Vier Gigabyte sollten es schon sein - bei Netbooks reicht die Hälfte. Ein wichtiges Kriterium ist auch das Laufwerk. In der Preisklasse ab 700 Euro darf man einen Blu-Ray-Brenner erwarten. Auch ein schneller USB-3.0-Anschluss und ein integrierter Kartenleser sind Kaufargumente. Wer viel unterwegs ist, sollte zudem auf die Akkulaufzeit achten. Fünf Stunden sind da schon sehr gut.

Sony Vaio VPCYB1S1E/S Mit einer Akkuladung hält das Vaio bis zu 6,5 Stunden durch - ein sehr guter Wert. Mit knapp 1,5 kg Gewicht ist es zudem besonders leicht und handlich, dank Magnesiumgehäuse hält es zudem einiges aus. Das Isolation Keyboard ermöglicht komfortables Tippen. Preis: rund 450 Euro.

Toshiba Satellite Pro L650-1QG Sonderlob für das entspiegelte HD-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Auch sonst ist das Satellite Pro ein zuverlässiger Begleiter für mobile Arbeiter, der darüber hinaus mit einigen Business-Extras glänzen kann. Preis: 749 Euro.

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