Kein Geld für Futter Besitzer von Gaza-Zoo will Löwenbabys verkaufen

Ein Mädchen spielt im Zoo in Rafah (Palästinensische Autonomiegebiete) mit Löwenbabies. Foto: Wissam Nassar/dpa 3 Bilder
Ein Mädchen spielt im Zoo in Rafah (Palästinensische Autonomiegebiete) mit Löwenbabies. Foto: Wissam Nassar/dpa

Die Lage im Gazastreifen ist prekär – das gilt auch für den Besitzer eines Privatzoos. Weil er kein Geld für Futter hat, greift er nun zu einem drastischen Mittel.

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Rafah - Der Besitzer eines Privatzoos im Gazastreifen will drei Löwenbabys verkaufen, weil er kein Geld für Futter habe. Er verlange einen Preis von jeweils 3500 Dollar (knapp 3000 Euro) pro Jungtier, sagte Mohammed Dschuda der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er hoffe, damit eine drohende Schließung des Zoos in Rafah im Süden des Palästinensergebiets am Mittelmeer abwenden zu können.

„Es gibt keinen Tourismus in Gaza und sehr wenige Leute besuchen den Zoo“, klagte Dschuda. Er brauche täglich mindestens 1000 bis 1500 Schekel (240 bis 360 Euro), um die restlichen Tiere im Zoo zu ernähren. Deshalb habe er beschlossen, die zwei Monate alten Löwenbabys zu verkaufen, deren Eltern ebenfalls in dem Zoo leben.

Konflikt erschwert Lebensbedingungen

Im vergangenen Jahr hatten internationale Tierschützer die letzten 15 Tiere aus einem verwahrlosten Zoo im südlichen Gazastreifen gerettet. „Vier Pfoten“ hatte den Tierpark in Chan Junis als „schlimmsten Zoo der Welt“ beschrieben. Dutzende Tiere waren elendig verendet, weil sie nicht genug Futter erhielten.

Der andauernde Konflikt zwischen der im Gazastreifen herrschenden Hamas und Israel erschwert die Lebensbedingungen in dem seit zehn Jahren blockierten Palästinensergebiet.




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