Kein Sturmgewehr-Großauftrag Heckler & Koch erwägt Klage

Von red/dpa 

Das Bundesverteidigungsministerium hat die Sturmgewehre nicht bei dem Waffenhändler in Auftrag gegeben. Das Unternehmen gibt sich damit aber nicht zufrieden und prüft rechtliche Schritte.

Heckler & Koch aus Oberndorf hatten bei der Vergabe eines Großauftrags das Nachsehen. Der Thüringer Hersteller C.G.Haenel bekam den Auftrag. Foto: dpa/Wolf von Dewitz
Heckler & Koch aus Oberndorf hatten bei der Vergabe eines Großauftrags das Nachsehen. Der Thüringer Hersteller C.G.Haenel bekam den Auftrag. Foto: dpa/Wolf von Dewitz

Oberndorf - Nachdem das Bundesverteidigungsministerium sich bei einem Sturmgewehr-Großauftrag gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch entschieden hat, erwägt das Unternehmen rechtliche Schritte. „Vorbehaltlich einer ausgiebigen juristischen Überprüfung bedauern wir diese Entscheidung“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jens Bodo Koch am Dienstag in Oberndorf im Schwarzwald.

H&K sei weiterhin von der Qualität der Waffen überzeugt. Die Bestellungen aus aller Welt überstiegen die Produktionskapazitäten. Heckler & Koch bleibe ein profitables Unternehmen. Finanzvorstand Björn Krönert betonte, dass die 950 Jobs in Oberndorf sicher seien.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sich der Thüringer Hersteller C.G.Haenel durchgesetzt hat bei dem Auftrag über 120.000 Gewehre. Das Volumen der Ausschreibung liegt bei 245 Millionen Euro - dies beinhaltet die Gewehre, aber auch spezielle Visiere, Zielfernrohre und weitere Teile von anderen Firmen. Heckler & Koch beliefert die Bundeswehr seit 1959 mit Sturmgewehren, ein Ende ist nun absehbar.

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