Keine Sanierung der Sommerrainschule Neubau für die Sommerrainschule

Von Edgar Rehberger 

Das Gebäude wird zwischen die Bestandsgebäude eingefügt. Die Kosten liegen bei 13,2 Millionen Euro.

Die Sommerrainschule wird in drei Bauabschnitten erneuert. Baustart ist im kommenden Jahr.Foto:  

Bad Cannstatt - Die Sommerrainschule erhält einen Neubau – in drei Bauabschnitten. Dann sind die Pavillons und das Bestandsgebäude Geschichte. Bis es allerdings so weit ist, dauert es noch einige Jahre. Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt und der Gemeinderat gaben dem Vorhaben grünes Licht. Die Sommerrainschule wurde in den 50er-Jahren errichtet und befindet sich auf der Freifläche eines ehemaligen Steinbruchs. Sie ist eine fünfzügige Grundschule, das aktuelle räumliche und pädagogische Ganztagesschulkonzept wird in einer ersten Bauphase umgesetzt. Der hierfür geplante zweigeschossige Neubau „Neue Mitte“ steht dann als winkelförmiger Bau zwischen den umliegenden Bestandsgebäuden. Das Raumkonzept ist mit der Schule abgestimmt.

Zwei Varianten

Die Baukosten liegen bei 13,2 Millionen Euro, Baubeginn liegt nach derzeitigem Stand voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer kommenden Jahres. Die Fertigstellung ist dann für Ende 2020 geplant. Der Gemeinderat hat den Projektbeschluss für die „Neue Mitte“ gefasst und sich dafür ausgesprochen, die weitere Planung für die Bauabschnitte zwei und drei in der von der Stadt vorgeschlagenen Variante B festzulegen. Variante A hatte die Sanierung und Umnutzung der Bestandsgebäude vorgesehen. Variante B geht von Abbruch und Neubauten aus.

Bäumfallarbeiten notwendig

Gegen Variante A sprechen zum einen die Ergebnisse einer statischen Untersuchung hinsichtlich Bausubstanz und Rissbildung. Die Bausubstanz könne dauerhaft nicht schadensfrei ertüchtigt werden. Zudem führe die Gründung im vorhandenen Baugrund, einem aufgefüllten Steinbruch, dauerhaft zu Schäden. Es wurden erneut Risse und Schäden im 2013 energetisch sanierten Bau 2 entdeckt. Variante B weist pädagogische Vorteile bei der neuen Grundriss-Struktur, etwa bei Barrierefreiheit und Inklusion, auf. Die Abwicklung kommt mit weniger Umzügen und Interimsunterbringungen aus. Und die Bauzeit verkürzt sich um etwa zwölf Monate. Die Baumfällarbeiten sollen als Vorbereitung für die Baufeldfreimachung von November bis Februar 2019 erfolgen. Auch wenn das Grundstück der Sommerrainschule nicht der Baumschutzsatzung unterliegt, werden die Ersatzpflanzungen auf dem Schulgrundstück realisiert. Die Kosten für die Ersatzpflanzungen sind im Projekt abgedeckt.

Die Pavillons 2 und 3 werden im zweiten Bauabschnitt, nach den Umstrukturierungen in den Bestandsgebäuden, dem Auslaufen des Hortbetriebs sowie der Inbetriebnahme der „Neuen Mitte“ geräumt und abgebrochen. An diesem Standort werden dann im nächsten Schritt ein weiterer Neubau mit einer Programmfläche von rund 1200 Quadratmetern barrierefrei realisiert. Danach wird Bau 1 abgebrochen. Dort entstehen dann die entfallenen befestigten Pausenflächen und Nebengebäude. Im Vorbereich der „Neuen Mitte“ soll ein Wartebereich für Eltern entstehen, eine so genannte Kiss-and-go-Zone. Damit solle vermieden werden, dass Eltern bis ins Klassenzimmer mitgehen.

Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt war nach der Präsentation des Vorhabens zufrieden. „Das ist eine gute Lösung für den Stadtbezirk und die Schule“, befand Roland Schmid (CDU). Der Baustellenverkehr könne jedoch Probleme bereiten. Er regte an, mit der Planung für die Sporthalle nicht zu lange zu warten. Daher stellte er den Antrag, dass Planungsmittel dafür bereitgestellt werden sollen, was das Gremium einstimmig unterstützte. Laut Verwaltung soll die Halle für Schulsport nutzbar sein, nicht jedoch für den Wettkampfsport.