Stadtkind Stuttgart

Keller Klub stellt Insolvenzantrag Programm soll weitergehen

Von Ina Schäfer 

Die Betreiber des Keller Klubs haben am Freitagmittag verkündet, dass sie einen Insolvenzantrag gestellt haben. Das Programm aus Konzerten und Partys soll aber erst einmal weiter laufen wie geplant.

Stäffele zum Keller Klub: Auch nach dem Insolvenzantrag soll das Programm im Keller Klub weiterlaufen. Foto: Ina Schäfer
Stäffele zum Keller Klub: Auch nach dem Insolvenzantrag soll das Programm im Keller Klub weiterlaufen. Foto: Ina Schäfer

Stuttgart - Schlechte Nachrichten an einem Freitagnachmittag: Der Keller Klub hat einen Insolvenzantrag gestellt. Doch, so der Insolvenzverwalter: "Alle Veranstaltungen, Konzerte und Partys sollen wie geplant stattfinden. Auch an den Öffnungszeiten ändert sich nichts."

Ziel sei es den Club, der aus dem Stuttgarter Nachtleben nicht mehr wegzudenken ist, zu erhalten. Deshalb gebe es Gespräche mit "Interessenten aus der heimischen Clubszene", so in der Mitteilung weiter.

Hier die ganze Pressemitteilung:

"Nach Insolvenzantrag: Keller Klub bleibt unverändert geöffnet Stuttgart. Auch nach dem Insolvenzantrag der Betreibergesellschaft bleibt der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Keller Klub in Stuttgart unverändert geöffnet. „Alle Veranstaltungen, Konzerte und Partys finden wie geplant statt. Auch an den Öffnungszeiten ändert sich nichts“, sagt der vom Amtsgericht Stuttgart bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun.

Auch die 34 Mitarbeiter sind bis Ende Oktober über das Insolvenzgeld abgesichert. Haffa verschafft sich zunächst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Betreibergesellschaft. „Unser gemeinsames Ziel ist es, den Keller Klub zu erhalten. Dafür gab es schon im Vorfeld des Insolvenzantrages Gespräche mit Interessenten aus der heimischen Clubszene, die ich für vielversprechend halte und die wir fortführen werden“, sagt Haffa.

Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind fällige Steuerverbindlichkeiten sowie die Belastung der Betreiber durch Investitionen in einen zweiten Club, das Rockers 33, die sich nicht amortisieren konnten. Das Rockers 33 musste 2014 Insolvenzantrag stellen, nachdem der Club für elektronische Musik seine ursprüngliche Heimstätte im ehemaligen Filmhaus an der Friedrichstraße aufgeben musste und nicht schnell genug ein Ersatz dafür gefunden werden konnte."