Kendo: SV Fellbach Genta Kozaki deutscher Meister

Zwei vom SV Fellbach: Genta Kozaki und Doreen Sihler Foto: Privat

Der Fellbacher Kendoka setzt sich erstmals in der Einzelkonkurrenz durch. Doreen Sihler, neu beim SVF, scheitert in Recklinghausen nach der Gruppenphase.

Recklinghausen - Der Kendoka Genta Kozaki vom SV Fellbach hat in seiner Sportart schon einige Erfolge gefeiert. Mehrmals war der Schwertkämpfer württembergischer Meister, auch deutscher Mannschaftsmeister mit der Auswahl des Landesverbands. Zudem hat er mit der Nationalmannschaft schon an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen. Was ihm bisher in seiner Sammlung gefehlt hat, war der Titelgewinn auf nationaler Ebene im Einzelwettkampf bei den Männern. Allerdings nur bis zum vergangenen Sonntag. Denn vor drei Tagen setzte sich Genta Kozaki in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) gegen 62 Konkurrenten aus dem gesamten Bundesgebiet durch. Sechsmal blieb der Mann, der im hessischen Offenbach Design studiert, auf dem Weg ins Finale unbesiegt. Die nationale Kendo-Krone setzte sich der Kämpfer des SVF mit einem Sieg gegen Sascha Yokoo (München) auf, der sich zurzeit in der Vorbereitung auf den 7. Dan (Meistergrad) befindet, die zweithöchste Meisterstufe, die weltweit in der aus Japan stammenden Sportart verliehen wird. „Dass ich ausgerechnet ihn im Finale bezwinge, ist interessant. Er stammt aus Rottweil und kennt mich schon, seit ich ein kleiner Bub war. Später war er Bundestrainer, wir haben sehr viele Trainingsstunden und Lehrgänge zusammen absolviert“, sagte Genta Kozaki, der sich den Sieg mit zwei erfolgreichen Hieben auf die Hand des Gegners (Kote-Uchi) sicherte.

 

Mit zwei erfolgreichen Hieben zum Finalsieg unter Deutschlands Besten

Bereits am Vortag war der Fellbacher Kendoka mit den württembergischen Auswahlgefährten Adrian Reinbeck, Fabian Hess (beide Feuerbach), Andreas Bauer und Christian Kaden (beide Tübingen) bei den nationalen Mannschaftstitelkämpfen gestartet. Nach einem Sieg in der Vorrunde gegen die spätere Meisterformation aus Nordrhein-Westfalen unterlag das Quintett im Halbfinale der Berliner Vertretung und belegte im Feld der 13 Teams den dritten Rang.

Doreen Sihler scheitert nach der Gruppenphase an Thiprudee Dederichs

Genta Kozaki, der auch im Teamwettbewerb alle vier Kämpfe für sich entschied, war nicht der einzige Starter des SV Fellbach, auch wenn sein Nationalmannschaftskollege Ryo Ohashi die Teilnahme aus beruflichen Gründen abgesagt hatte. Im Feld der Frauen trat Doreen Sihler an, die während der Coronapandemie von der Kendo-Abteilung der TSG Eislingen zum SVF gewechselt war. Nach einer Niederlage und einem Sieg in der Gruppenphase scheiterte sie in der Einzelkonkurrenz (27 Teilnehmerinnen) in der ersten K.-o.-Runde an Thiprudee Dederichs. Im Teamwettbewerb hatte Doreen Sihler Pech. Aufgrund mehrerer Absagen im Vorfeld trat das württembergische Team nur mit zwei statt der erforderlichen drei Kämpferinnen an, was drei Niederlagen und den neunten und letzten Platz zur Folge hatte.

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