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Kettenmenschen in Westafrika Leben mit zwei Meter Radius

Von Torben Becker 

Zehntausende psychisch Kranke sind in Westafrika Monate, manchmal sogar Jahre an Bäume gekettet oder in Verliese gesperrt. Ein Reutlinger Verein kämpft dagegen an.

Benjamin wurde in seinem Dorf an einen Holzstamm fixiert mit einem Stück Eisen. Heute lebt er wieder bei seiner Familie.Foto: Heinz Heiss Foto:   4 Bilder
Benjamin wurde in seinem Dorf an einen Holzstamm fixiert mit einem Stück Eisen. Heute lebt er wieder bei seiner Familie. Foto: Heinz Heiss

Reutlingen/Abidjan - Bevor Nicole an einen Baum gefesselt wurde, arbeitete sie als Zimmermädchen in einem der besten Hotels in der Republik Côte d’Ivoire in Abidjan. Dann erkrankte sie, und der scheußlichste Wahnsinn brach über sie herein. Es lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen, wie lange die rostige Kette mit den großen Ösen um ihren linken Knöchel gefesselt war – Monate, vielleicht Jahre.

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