Der Unternehmer Rolf Weeber ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Ohne ihn ist die Geschichte des gleichnamigen Autohauses nicht denkbar.
Die Kfz-Innung Region Stuttgart trauert um Rolf Weeber. Der Unternehmer ist am 30. Juli gestorben, er wurde 81 Jahre alt.
Mit ihm verliere die Kfz-Innung Region Stuttgart nicht nur einen langjährigen Weggefährten, sondern eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, die das Kraftfahrzeuggewerbe in der Region über Jahrzehnte hinweg mitgestaltet und geprägt habe, heißt es in einer Mitteilung der Innung. Weeber habe mit unternehmerischem Weitblick, ehrenamtlicher Tatkraft und großem menschlichem Feingefühl gehandelt.
Aus fünf Mitarbeitern wurden 600
Rolf Weeber hatte 1972 mit seinem Bruder das elterliche Autohaus übernommen und zu einer erfolgreichen Autohausgruppe ausgebaut. Die Eltern Lydia und Eugen Weeber hatten nach Kriegsende eine Schmiede in Weissach übernommen und einen NSU-Vertrag sowie eine Volkswagen-Vertretung. 1958 zog das Autohaus nach Weil der Stadt um. Fünf Mitarbeiter betreuten Kunden. Eigenen Angaben zufolge arbeiten heute mehr als 600 Mitarbeiter an vier Standorten im Kreis Böblingen und in Calw.
Weebers unternehmerischer Erfolg sei stets einher gegangen mit Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft und einer tiefen Verbundenheit zum Kfz-Techniker-Handwerk, schreibt die Kfz-Innung, deren Interessen Weeber im Kreis Böblingen vertreten hat. Für seine Verdienste wurde er 2012 mit der Silbernen Ehrennadel der Innung ausgezeichnet.
„Von seinem Einsatz können wir auch heute noch lernen“, wird der Obermeister Torsten Treiber zitiert. Es sei nicht wichtig, Hans-Dampf in allen Gassen zu sein – wichtig sei, dass Hand und Fuß hat, was man tut. „Die Ehrennadel war ein äußeres Zeichen unseres Dankes für eine unbezahlbare Unterstützung.“
Ein Unternehmer mit Haltung
Auch Innungsgeschäftsführer Christian Reher erinnert sich an einen außergewöhnlichen Automobilunternehmer: „Rolf Weeber war kein Glücksfall – er war das Ergebnis solider Arbeit, verbindlichen Auftretens und echter Überzeugung. Er hat unserer Innung über Jahrzehnte eine verlässliche Stimme gegeben – fachlich kompetent, menschlich nahbar, stets mit Haltung.“