Kickboxer aus Altbach Rüdiger Wollenberg: Dritter, Zweiter – Weltmeister
Rüdiger Wollenberg ist der Leiter der Sportkreisjugend und ein erfolgreicher Kickboxer. Jetzt hat er den bisher größten Erfolg seiner Karriere erreicht.
Rüdiger Wollenberg ist der Leiter der Sportkreisjugend und ein erfolgreicher Kickboxer. Jetzt hat er den bisher größten Erfolg seiner Karriere erreicht.
Viele Sportlerinnen und Sportler der Region, vor allem junge, kennen Rüdiger Wollenberg im schicken Anzug, wie er etwa bei der jährlichen Ehrung der Sportkreisjugend Auszeichnungen vergibt. Denn deren Leiter ist er seit vielen Jahren. Doch Wollenberg macht auch in Sportkleidung eine gute Figur, eine weltmeisterliche sogar. Bei den Titelkämpfen der Kickboxer in Wien holte er einen dritten, einen zweiten und einen ersten Platz. Zwar stehen bei ihm daheim viele Pokale. „Aber das war der bisherige Höhepunkt“, sagt der 57-jährige Altbacher.
Dass er gleich drei Mal auf dem Treppchen stand, ist durchaus bemerkenswert. Seine Konkurrenten treten jeweils nur in ihrer Startklasse an, bei Wollenberg ist das die plus 90 Kilogramm der über 50-Jährigen. „Das ist meine Herausforderung. Meine Kondition ist in Ordnung – wenn ich da hinfahre, soll es sich auch lohnen“, erklärt Wollenberg, warum er auch in den beiden Altersklassen darunter antrat – alles im Semikontakt.
Und es war auch in Sachen Ausbeute eine gute Strategie. Denn in seiner Stamm-Klasse wurde Wollenberg Zweiter, in der Klasse der 36- bis 42-Jährigen stand er als Dritter auf dem Podest – bei den 43- bis 48-Jährigen dann ganz oben, das Final entschied er kampflos durch Aufgabe für sich.
Die Teilnehmerzahlen werden mit steigender Altersklasse zwar kleiner, das Niveau wird es aber keineswegs. „Wer da mitmacht, hat in der Regel eine eigene Sportschule, das ist schönes Kickboxen“, erklärt Wollenberg. Er selbst ist Trainer bei der Kampfsportschule Esslingen. Mit 20 Jahren fing er mit seinem Sport an und war damit ein Spätstarter. Zwischendurch machte er eine längere „Babypause“, wie er lachend erzählt. Seit einigen Jahren ist er wieder voll dabei – und erfolgreicher denn je, wie nicht nur der Titel von Wien zeigt. Qualifiziert hatte er sich über seinen Titel bei den deutschen Meisterschaften in Heilbronn.
Sein Engagement für die Sportkreisjugend hat übrigens nichts mit dem Kickboxen zu tun. Aber es passt bestens zusammen. Denn: „Der Nachwuchs liegt mir am Herzen.“ Wie das so ist, wurde er damals gefragt, ob er sich ein Engagement vorstellen könnte. Er konnte – und ist seitdem dabei.
Beim Kickboxen will er auch noch eine Weile dabei bleiben. Im kommenden Jahr sind die nächsten Weltmeisterschaften in Australien. Das würde ihn reizen, obwohl es einen großen Aufwand bedeutet: „Außerdem muss ich mich erst mal qualifizieren.“ Da ist er in Sache US Open noch vorher in Orlando – der Höhepunkt in der Kickboxszene – schon weiter. Durch seinen Erfolg in Wien ist er qualifiziert. In Kickbox-Sportkleidung wird man Rüdiger Wollenberg also noch öfter sehen.