Kickers-Trainer im Interview „Die Torwartfrage ist offen“

Trainer Paco Vaz und die Kickers wollen den Klassenverbleib schaffen. Foto: Baumann
Trainer Paco Vaz und die Kickers wollen den Klassenverbleib schaffen. Foto: Baumann

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers reist am Mittwoch für fünf Tage ins Trainingslager an den Kaiserstuhl. Dort will Trainer Paco Vaz den Feinschliff für die zweite Saisonhälfte holen, wie er im Interview betont.

Sport: Joachim Klumpp (ump)
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Stuttgart – - Herr Vaz, was hat den Ausschlag gegeben, dass auch die Kickers für ein paar Tage ins Trainingslager fahren?
Es war immer ein großer Wunsch des Trainerteams, vor dem ersten Spiel in 2018 noch einmal im Rahmen eines Trainingslagers intensiv mit der Mannschaft zu arbeiten. Und der Kaiserstuhl ist auch im Winter eine sehr gute Möglichkeit, dort zu trainieren. Es ist glaube ich die wärmste Region in ganz Deutschland, so dass wir dort hoffentlich optimal arbeiten können, zumal dort aktuell auch kein Schnee liegt.
Sind die fünf Tage eher als Teambuildingmaßnahme gedacht oder dafür, den letzten Feinschliff auf dem Platz zu vermitteln?
Sowohl als auch. Wir arbeiten intensiv an der Taktik in der Defensive und Offensive und wollen da jetzt noch mal tiefer ins Detail gehen. Deshalb macht es auch Sinn, die Mannschaft etwas enger beisammen zu haben. Aber wir wollen auch im Bereich Teambuilding voran kommen.
Wie wichtig sind da die beiden Neuzugänge Feisthammel und Klauß, die ja bereits über Erfahrung in der Regionalliga und sogar dritten Liga verfügen?
Beide sind super aufgenommen worden. Sie kommen ja aus der Region und kennen die Situation hier, auch wenn sie nicht bei den Kickers gespielt haben. Sie bringen beide Erfahrung mit, sie übernehmen Verantwortung und treiben die Kommunikation an, was mir sehr gut gefällt. Solche Spieler tun uns gut und sie werden auch im Trainingslager wichtig sein, um das große Ganze hier nach vorne zu bringen. Denn die Kommunikation auf dem Platz ist grundlegend wichtig für uns.

Jeder Ausfall tut weh

Auf der anderen Seite fehlen ein paar Spieler. Alwin Komolong in der Abwehr, Weißenfels und Badiane im Angriff. Wie sehr treffen die Ausfälle die Kickers?
Jeder Ausfall tut weh. Wir sind nicht in der Lage zu sagen wir können mal vier, fünf Spieler ersetzen. Diakité trainiert, Gott sei Dank, schon wieder mit, er zählt jetzt nicht mehr zu den Verletzten. Dafür ist Lukas Scepanik auch noch nicht dabei, bei ihm sieht es aber ganz gut aus, dass er nach dem Trainingslager teilweise wieder in Übungsformen mit dem Team einsteigen kann. Aber wir müssen uns immer Gedanken machen, was in dieser Situation das Beste für uns ist. Wir haben uns auch intern zur Situation bereits abgestimmt.
Das heißt, es kommt noch ein Neuzugang?
Wir wollen zumindest, je nach Heilungsverlauf, auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Ich würde es nicht ausschließen, wobei es nicht geplant war und wir mit den zwei Neuzugängen sehr zufrieden waren, weil sie auch zu uns passen. Wenn wir jetzt zu der Auffassung kommen, dass wir aufgrund der Verletzungsmisere noch jemand holen, dann muss das Sinn machen. Wir werden schauen, in welche Richtung es sich bewegt, aber die Entscheidung auf jeden Fall gut abwägen.

Sie starten mit dem Nachholspiel in Koblenz. Wäre es Ihnen lieber gewesen, das wäre erst später terminiert worden, um eine etwas längere Vorbereitung zu haben?
Wir haben noch 15 Spiele – und jedes ist wichtig. Da ist es egal, wer der erste Gegner ist. Das Auftaktprogramm danach in Walhof, gegen Saarbrücken und den VfB II hat es auch in sich. Wir nehmen dieses, wie’s kommt und wollen jetzt im Trainingslager noch mal am Feinschliff arbeiten, so dass wir gegen Koblenz top-eingestellt und top-fit sind. Ich denke, die Mannschaft ist auf einem sehr guten Weg. Letztendlich kann der Beginn auch ein Vorteil sein, weil wir gegenüber den anderen Mannschaften dann schon früher im Ligabetrieb sind. Es hat immer alles seine positiven Seiten.

Lehrgang aufgeschoben

Wie sieht es bei der Torwartfrage aus? Nachdem in der Vorbereitung Miro Varvodic und Christian Ortag sich abwechseln, scheint es ein offenes Rennen zu sein.
Wir haben zwei sehr gute Torhüter, die beide die Qualität zur Nummer eins haben. Miro hat uns in einer sehr schwierigen Phase in der Vorrunde geholfen, Christian fühlt sich fit. Die Entscheidung, welcher der beiden in den verbleibenden Spielen im Tor stehen wird, ist noch komplett offen.
Und wie sieht es bei Ihnen persönlich aus? Sie wollten sich eigentlich in diesem Jahr zum Fußballlehrer-Lehrgang anmelden. Was ist daraus geworden?
Der aktuelle Job plus der Lehrgang wäre nicht möglich gewesen, das haben wir klar kommuniziert und ist mir auch bewusst. Ich will mich auf die Arbeit hier konzentrieren und über den Sommer hinaus hier bleiben. Ich bin auch der Meinung, dass wir eine sehr große Chance haben, das Ziel Klassenerhalt zu schaffen. Und dann ist es mit dem Verein so vereinbart, dass ich mich 2019 zum Lehrgang anmelden soll. Ob ich dann auch einen Platz bekomme, wird man sehen.

Kickers im Gazi-Stadion:7. Februar (14 Uhr) Kickers – 1. FC Saarbrücken

24. Februar (15.30 Uhr) VfB II – Kickers

03. März (14 Uhr) Kickers – Kickers Offenbach

17. März (14 Uhr) Kickers – TSG Hoffenheim II

28. März (19 Uhr) Kickers – SSV Ulm 1846

06. April (19 Uhr) Kickers – SV Elversberg

11. April Kickers - SG Sonnenhof Großaspach (Viertelfinale Wfv-Pokal, vorläufig)

21. April (14 Uhr) Kickers – SC Freiburg II

12. Mai (14 Uhr) Kickers – FSV Frankfurt




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