Kickers gegen Cottbus Steffen dreht an ein paar Stellschrauben

Von hh 

Die Stuttgarter Kickers treffen am Samstag (14 Uhr) in Reutlingen auf Energie Cottbus. Nach dem 1:5 im Drittligaderby beim VfB Stuttgart II plant der Trainer Horst Steffen die ein oder andere Umstellung.

Die 1:5-Niederlage im Stadtderby gegen den VfB II wertet Kickers-Trainer Horst Steffen als Ausrutscher. Foto: Pressefoto Baumann
Die 1:5-Niederlage im Stadtderby gegen den VfB II wertet Kickers-Trainer Horst Steffen als Ausrutscher. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Noch bevor die Pressekonferenz im Clubrestaurant losgeht, muss Horst Steffen einen ersten Wechsel vornehmen. Denn das Mobiliar unter dem Kickers-Trainer knackt derart verdächtig, dass sich der 45-Jährige lieber nach einer neuen Sitzgelegenheit umschaut. Der Trainerstuhl von Steffen wackelt also tatsächlich – allerdings nur im eigentlichen Wortsinne. Denn trotz der deftigen 1:5-Niederlage am vergangenen Wochenende beim VfB Stuttgart II hat der ehemalige Bundesligaprofi mit den Kickers noch viel vor.

„Wenn man nicht erfolgreich ist, schaut man an einigen Punkten noch ein wenig genauer hin“, sagt Steffen, der anlässlich des Heimspiels im Ausweichquartier Reutlingen gegen Energie Cottbus am Samstag (14 Uhr) nun „an ein paar Stellschrauben“ drehen will. „Ich werde die Spieler an ihre alten Tugenden erinnern“, sagt der Trainer, dem zuletzt auch einige grundlegende Dinge wie die Laufwege oder die Aggressivität im Defensivverhalten nicht passten.

Marchese-Ersatz Gaiser genießt das Vertrauen des Trainers

Doch grundsätzlich wertet Horst Steffen das 1:5 im einzigen Stadtderby der dritten Liga als einmaligen Ausrutscher in einer Partie, in der man die Qualität des Gegners anerkennen müsse (beim VfB II trumpfte neben den Erstliga-Leihgaben Sercan Sararer, Raphael Holzhauser und Daniel Ginczek auch der zweifache Torschütze Marvin Wanitzek auf). „Grundsätzlich ist jetzt nicht alles schlecht, was zuvor an 13 Spieltagen gut war“, sagt der Kickers-Trainer, der mit seiner Elf gegen Cottbus möglichst die gute Heimbilanz von sechs Siegen und einem Unentschieden ausbauen will.

Dabei wird der junge Marco Gaiser, 21, erneut den Part des verletzten Kapitäns Enzo Marchese in der Mittelfeldzentrale übernehmen. „Er hat mein absolutes Vertrauen“, sagt Steffen. Während Randy Edwini-Bonsu und Lhadji Badiane wieder völlig fit sind, könnte Hendrik Starostzik den zuletzt schwächelnden Nick Fennell in der Innenverteidigung ersetzen. Ein besonderes Augenmerk legen die Kickers auf den Energie-Spielmacher Torsten Mattuschka, 34, der schlampiges Genie und Freistoßexperte in Personalunion ist. Über Mattuschka sagt etwa der Nationalspieler Christoph Kramer: „Er ist mein Lieblingsspieler.“