Kinder in der Coronakrise Junge Menschen brauchen Hilfe
Jugendliche und Kinder leiden stark unter der Corona-Pandemie. Wir müssen mehr für sie tun, fordert Carola Fuchs.
Jugendliche und Kinder leiden stark unter der Corona-Pandemie. Wir müssen mehr für sie tun, fordert Carola Fuchs.
Stuttgart - Corona macht müde, das gilt für Erwachsene und für Jugendliche ganz besonders. Seit mehr als einem Jahr leben wir alle mit mehr Fragen als Antworten, mit vielen Ängsten und Sorgen – und außerhalb der Strukturen, die unser normales Leben zuvor bestimmt und geregelt haben. Das belastet alle, Kinder und Jugendliche aber ganz besonders, insbesondere diejenigen, die zu Hause auch nur wenig oder gar keinen Halt finden. Der Bund hat eine Milliarde Euro bereitgestellt, um die Lernlücken zu schließen, weil Corona die ohnehin großen Bildungsungerechtigkeiten noch verstärkt. Das wird aber nicht reichen.
Ebenso viel Geld wäre gut angelegt in Hilfsstrukturen, um die psychischen und sozialen Defizite der Jugendlichen zu lindern – etwa indem die Schulen stärkere Teams aus Psychologen, Sozialarbeitern und Medienpädagogen zur Seite gestellt bekommen. Die Jugendlichen sind in Not. Schon vor Corona war laut einer DAK-Studie vom vorigen Jahr jeder fünfte Schüler im Land psychisch auffällig. Seit Beginn der Coronazeit trifft das laut der Copsy-Studie sogar auf ein Drittel der Kinder und Jugendlichen zu. Diese Jugendlichen und ihre Familien brauchen Hilfe, die nicht unter einen Finanzierungsvorbehalt gestellt werden darf.