Kinderbetreuung in Ditzingen In Hannah Gommels Kindernestern sind die Mitarbeiter Gold wert
Hannah Gommel hat ihr drittes Kindernest in Ditzingen eröffnet. Die Erzieherin ist glücklich über ihre Mitarbeiter – steht aber vor mancher Herausforderung.
Hannah Gommel hat ihr drittes Kindernest in Ditzingen eröffnet. Die Erzieherin ist glücklich über ihre Mitarbeiter – steht aber vor mancher Herausforderung.
Mit einem fröhlichen „Hallo!“ begrüßt Hannah Gommel die Kinder, die um einen Tisch sitzen – den Teller vor sich, den Löffel in der Hand: Es ist Zeit fürs Mittagessen, das eine Betreuerin gerade zubereitet. Hannah Gommel ist auf einem kleinen Rundgang durch das Haus, in das sie vor wenigen Wochen mit zwei Kindernestern eingezogen ist. Kleinkinder werden hier betreut, bis zu zehn pro Gruppe, alle Jungs und Mädchen nicht älter als drei Jahre.
Die Gruppen sind strikt getrennt, die Erzieher sind fest zugeordnet: Eine Gruppe hat ihre Räume im Obergeschoss des Hauses in unmittelbarer Nähe des Rathauses, die andere im Erdgeschoss. So wollen es die Vorgaben, die Abstimmungen mit der Aufsichtsbehörde, in dem Fall dem Landratsamt, sind entsprechend eng. Dass das ehemalige Pfarrhaus schon von vornherein über zwei separate Eingänge verfügte, sei ein glücklicher Umstand, streicht Gommel heraus. Manch andere bauliche Vorgabe wurde von der Stadt im Nachhinein erfüllt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei gut, sagt die Leiterin der Kindernester.
Hannah Gommel ist nach eigenen Angaben landkreisweit die erste, die drei Kindernester betreibt. Betreuung in Kindernestern ist eine Form der Tagespflege: Bis zu zehn gleichzeitig anwesende Kinder werden in angemieteten Räumen von mindestens zwei Kindertagespflegepersonen betreut. Ab dem achten zu betreuenden Kind muss eine der Tagespflegepersonen eine pädagogische Fachkraft sein, also zum Beispiel ein Erzieher oder eine Erzieherin.
Gommel verantwortete bereits zwei Kindernester, jeweils eines in den Teilorten Heimerdingen und Hirschlanden. Ein drittes habe sich sich vorstellen können „weil ich das Personal hatte“, sagt Gommel. Daher bewarb sie sich auf die Ausschreibung der Stadt, die Kindernester eröffnen wollte. Sie bekam den Zuschlag. „Es hat sich alles gefügt“, sagt Gommel. Mehr als ein Jahr verging dann letztlich noch zwischen den ersten Überlegungen bis zur Eröffnung. Die Personalgewinnung sei dabei nie ihr Problem gewesen, sagt sie. Ob es daran liegt, dass sie jeden Mitarbeiter vorrangig als Mensch und dann als Mitarbeiter sehe? Sie fragt sich das, eine Antwort hat sie nicht.