Kinderbetreuung in Ditzingen Trumpf öffnet die erste Betriebskita überhaupt in der Stadt

Von Stefanie Köhler 

Der freie Träger Polifant betreibt die Betreuung von Ein- bis Sechsjährigen auf dem Firmengelände des Technologiekonzerns.

Momentaufnahme  aus der  von Polifant geführten Kita Foto: Trumpf
Momentaufnahme aus der von Polifant geführten Kita Foto: Trumpf

Ditzingen - Es ist ein Novum – sowohl für die Stadt als auch für Trumpf: Der Technologiekonzern hat auf dem Firmengelände am Stammsitz in Ditzingen eine Betriebskita gebaut. Am Freitagnachmittag wurde die 3,5 Millionen Euro teure Einrichtung für Ein- bis Sechsjährige offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Mit der Kita will der Werkzeugmaschinenbauer Mitarbeitern mit Kindern den Arbeitsalltag erleichtern. „Wir untermauern unsere Attraktivität als Arbeitgeber, fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und kommen unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller, die Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung.

Polifant betreibt die Kita

Die pädagogische Verantwortung hat der freie Träger Polifant, er betreibt fünf Einrichtungen in Stuttgart. Im Kreis Ludwigsburg ist diese Kita eine von zwei Einrichtungen, die Polifant in Ditzingen führen wird: Das Kinderhaus im neuen Wohngebiet „Ob dem Korntaler Weg“ öffnet 2020 für 75 Kinder.

Das Gebäude beim Mitarbeiterparkplatz an der Trumpfstraße ist 1200 Quadratmeter groß und bietet 70 Kindern Platz. 20 Plätze sind für die Stadt Ditzingen reserviert. Der Oberbürgermeister ist froh über den gegenseitigen Nutzen des Projekts: Damit könne gesamtstädtischer Bedarf abgedeckt werden. Er hofft, dass andere Betriebe im Ort folgen. „Die neue Einrichtung ist beispielhaft auch für andere Unternehmen“, sagte Michael Makurath (parteilos). Sie mache Ditzingen als Arbeits-, Wohn- und Lebensort für junge Familien „noch attraktiver“.

Trumpf will Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken

Mit der Betriebskita ergänzt Trumpf nach eigenen Angaben „die bestehenden Angebote zur Entlastung von berufstätigen Eltern“: So könnten die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit jährlich und je nach Lebensphase zwischen 15 und 40 Stunden festlegen. Neben flexibler Arbeitszeit und Belegplätzen in zwei anderen Betreuungseinrichtungen und Ferienprogrammen könnten die Mitarbeiter zudem einen Wäschereinigungsdienst nutzen, der ebenfalls in das neue Gebäude zieht.