Kinderbetreuung in Leinfelden-Echterdingen Kita reduziert Öffnungszeit um vier Stunden

Im evangelischen Dschungel-Kinderhaus in Echterdingen müssen alle Kinder bis auf Weiteres um 14 Uhr abgeholt werden. Foto: dpa//Monika Skolimowska

Das Echterdinger Dschungel-Kinderhauses kann den Familien nur noch eine deutlich kürzere Betreuung anbieten. Eine andere Einrichtung streicht einen kompletten Tag.

Der evangelische Kirchenbezirk Bernhausen hat als Träger des Echterdinger Dschungel-Kinderhauses entschieden, die Öffnungszeiten der Kita bis zu den Sommerferien auf 30 Stunden pro Woche zu reduzieren. Das bedeutet, dass die Kita bis dahin nur noch von 8 Uhr bis um 14 Uhr geöffnet ist. Die Einrichtung hatte zuvor dienstags und donnerstags Öffnungszeiten bis um 17 Uhr und täglich eine Betreuung ab 7 Uhr angeboten. Grund dafür sind mehrere Krankheitsfälle im Team, wie Ferdinand Gerstenberg sagt. Er ist beim evangelischen Kirchenbezirk Bernhausen als Verwaltungsleiter der Kita-Geschäftsstelle angestellt und daher auch für das Dschungel-Kinderhaus in Echterdingen zuständig.

 

Eigentlich seien alle Stellen in dieser Kita besetzt, längere Betreuungszeiten personell also auch abgedeckt, erklärt er. Doch aufgrund der Krankheitsfälle im Kita-Team konnte in den vergangenen Wochen und Monaten häufig nur eine Notbetreuung angeboten werden, Eltern mussten ihre Kinder mitunter spontan früher abholen. Immer wieder mussten Gruppen kurzfristig auch ganz geschlossen werden. Der Träger habe sich deshalb entschieden, die Betreuungszeit der Kita vorerst auf 14 Uhr zu reduzieren – und zwar für alle Gruppen. „Für die Eltern ist das eine schlechtere, aber zumindest eine verlässliche Lösung“, sagt Gerstenberg. In dem Kinderhaus werden bis zu 57 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren in drei Gruppen betreut.

Das Dschungel-Kinderhaus ist nicht die einzige konfessionelle Kita im Stadtgebiet, die ihre Öffnungszeiten reduziert hat. In der Kita St. Franziskus der katholischen Gemeinde Leinfelden-Echterdingen beispielsweise gibt es freitags gar keine Betreuung mehr. Dass ein Betreuungstag künftig komplett wegfällt, hatten betroffene Eltern, wie sie unserer Zeitung berichteten, nur mit einem Vorlauf von zwei Wochen erfahren. Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion nun darum gebeten, dass es noch vor den Sommerferien ein Gespräch mit den konfessionellen Trägern der Kindertagesstätten im Stadtgebiet gibt, um sich über die Betreuungssituation auszutauschen.

Ein solches Gespräch wird es Ende Juni geben. Dies hat Otto Ruppaner, der neue Oberbürgermeister der Stadt Leinfelden-Echterdingen, am Dienstagabend am Rande der Gemeinderatssitzung angekündigt. Die Bürgerfragestunde dieser Sitzung hatten mehrere Eltern genutzt, um ihrem Ärger Luft zu machen.

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