Kinderbetreuung in Schönaich Ein neuer Kindergarten im Grünen
In Schönaich gibt es bald mehr Betreuungsplätze – und zwar in einem Naturkindergarten. 40 Kinder können aufgenommen werden.
In Schönaich gibt es bald mehr Betreuungsplätze – und zwar in einem Naturkindergarten. 40 Kinder können aufgenommen werden.
Schönaich bekommt einen neuen Naturkindergarten. Damit sollen bis September 40 neue Kindergartenplätze entstehen. Als Standort hat die Verwaltung das Erholungsgebiet Elsenhalde gewählt.
Die Fläche, die sich südlich des Fußballfeldes im Erholungsgebiet Elsenhalde befindet, hat die Verwaltung nach Prüfung zahlreicher weiterer Standorte ausgesucht. Der Vorteil dieser Stelle sei laut Verwaltung, dass sie sich im Innenbereich befindet. Bei Naturkindergärten gibt es nämlich strenge Regelungen, je nachdem, ob sich die Bauwagen im Innen- oder Außenbereich eines Ortes befinden. Bauwagen im Außenbereich dürfen kein Wasser und Strom haben – auch keine sanitäre Anlagen. Die Betreuung wird so komplett in die Natur verlagert.
Bei einem Naturkindergarten im Innenbereich sind diese Anschlüsse erlaubt. Durch die Nähe des Standortes zur Straße „Im Vogelsang“ eigne sich die Fläche, um die Bauwagen an die Versorgung, erklärt Uğur Yoloğlu vom Bauamt in der Gemeinderatssitzung. Gleichzeitig bietet die Stelle unmittelbaren Zugang zum Wald. Auch beim Personal und den Eltern seien diese Naturkindergärten mit sanitären Anlagen viel beliebter.
Für die geplante Einrichtung sei bereits das Personal gefunden, informiert die Verwaltung. Ein weiterer Vorteil: Direkt gegenüber befindet sich ein Parkplatz, auf dem Eltern zu den Hol- und Bringzeiten ihre Autos abstellen könnten. Auch zwei Spielflächen im Wald seien laut Verwaltung bereits vom Forstamt geprüft und als geeignet für die Kinder erklärt worden.
Trotzdem ist der Standort nicht ganz ohne: Die Straße „Im Vogelsang“ ist stark befahren, weshalb zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Die Gemeinde plant deshalb, das Gelände mit einem hohen Zaun und Gebüsch zu sichern, damit Kinder nicht einfach auf die Fahrbahn rennen können.
Zusätzlich soll es einen Zebrastreifen geben, auf dem die Eltern und Kinder die Straße queren. Dies komme auch den Vereinsmitgliedern zu Gute, die sich eine solche Maßnahme bereits seit längerer Zeit gewünscht hätten, sind sich mehrere Gemeinderäte einig. Neben dem Zebrastreifen soll die Fahrbahn verengt und ein Gehweg gebaut werden.
Unter den Gemeinderäten herrscht während der Sitzung anfangs Skepsis aufgrund der Nähe zur viel befahrenen Straße und den am Straßenrand parkenden Lastwagen. Doch die Maßnahmen der Gemeinde und die Vorteile, die diese auch für die Vereine dort mit sich bringen würden, scheinen die meisten am Ende zu überzeugen. Mit einer Enthaltung und einer Gegenstimme stimmt der Gemeinderat dem Standort zu.
Die zwei Bauwagen, die technischen Anschlüsse, der Zaun sowie der Fußgängerüberweg würden die Gemeinde 455 000 Euro kosten. Laut der Verwaltung eine kostengünstige Alternative zu einem Neubau eines Kindergartens, der sich pro Gruppe auf 1,2 Millionen Euro belaufen würde.