InterviewKinderkrimi-Autorin Franziska Hochwald „Stuttgart ist eine tolle Krimistadt“

Von  

Franziska Hochwald schickt Kinder in Stuttgart auf Verbrecherjagd. Die Kinderkrimi- Autorin erzählt, wie sie Leon Lustigs Detektivteam lieben gelernt hat. Franziska Hochwald hat „Leon Lustig und die Jagd nach dem Urvogel“ geschrieben. Foto:privat  

Franziska Hochwald ist für das neue Abenteuer von Leon und seinen Freunden zuständig. Quelle: Unbekannt
Franziska Hochwald ist für das neue Abenteuer von Leon und seinen Freunden zuständig. Quelle: Unbekannt

Stuttgart - Ein folgenschwerer, nächtlicher Parkbesuch, eine clever eingefädelte Bürodurchsuchung und eine Beschattung, die aus dem Ruder läuft – „Leon Lustig und die Jagd nach dem Urvogel“ ist eine rasante Tour durch Stuttgart. Warum sich die Stadt perfekt für einen Kinderkrimi eignet, kann die Autorin Franziska Hochwald einleuchtend erklären: „Stuttgart ist kein Moloch, in dem es für Kinder viel zu gefährlich wäre, überall herumzurennen.“

Frau Hochwald, „Leon Lustig und die Jagd nach dem Urvogel“ ist Ihr erstes Buch. Trotzdem waren Sie schon nach sechs Wochen fertig. Wie kann das sein?
Ich hatte vorher schon für die Kinderradiosendung „SWR 2 Spielraum“ Krimis geschrieben. Da ging es auch um einen Jungen und ein Mädchen. Aus den beiden wollte ich schon lange mehr machen und hatte dafür auch viele Ideen. Und dann habe ich es gemacht wie der kleine Mäuserich in dem Bilderbuch „Frederik“. Ich habe mir erlaubt, einfach mal faul rumzusitzen und so lange eine Geschichte zu träumen, bis sie von vorne bis hinten fertig war. Erst dann habe ich sie aufgeschrieben. So hat es super funktioniert.
An welcher Szene haben sie am längsten geschrieben?
Der Schluss war am schwierigsten. Ein gutes Ende muss lang genug sein, damit man richtig etwas davon hat. Aber ich wollte auch, dass der Schluss richtig spannend wird und immer ganz viel Tempo hat. Und ich hatte den Anspruch, die Geschichte so weit wie möglich voranzutreiben, ohne dass sie übertrieben oder bescheuert wird. Das Ende zu schreiben hat sich also für mich so angefühlt, wie wie wenn man sprintet und das aber fünf Kilometer lang durchhalten möchte – da kommt man dann doch etwas außer Atem unterwegs.
Nach dem ersten Band haben sich Leser der Kinderzeitung gewünscht, dass der zweite „Leon Lustig“ im Naturkundemuseum spielt. Davon waren Sie sofort begeistert.
Ja klar, denn ich wollte als Kind immer Naturforscherin werden. Ich war damals ziemlich verschlossen, habe Kellerasseln gesammelt und mir vorgestellt, dass ich Versteinerungen finde, die es bei uns in Korntal aber leider nicht gab. Ich fand es faszinierend, sich über so eine alte, völlig verwaschene Sache Gedanken zu machen und sich vorzustellen, was das für ein Tier gewesen sein könnte.



Unsere Empfehlung für Sie