Kinderpornografie Das können Eltern gegen die Verbreitung tun

Kinderpornografie wird oft über soziale Medien verbreitet. Foto: imago/Independent Photo Agency Int.
Kinderpornografie wird oft über soziale Medien verbreitet. Foto: imago/Independent Photo Agency Int.

Die Polizei in Baden-Württemberg ermittelt immer häufiger in Fällen von Kinder- und Jugendpornografie. Kriminalhauptkommissar Jens Baierschmitt erklärt, woran das liegt und was jeder dagegen tun kann.

Volontäre: Sebastian Xanke (xan)
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Esslingen - Für Kriminalhauptkommissar Jens Baierschmitt gehört es zum traurigen Arbeitsalltag: Seit Jahren registriert die Polizei in Baden-Württemberg, dass immer häufiger Kinder- und Jugendpornografie verbreitet wird. Baierschmitt leitet in der Esslinger Kriminalpolizeidirektion ein Team, das in allen diesen Fällen ermittelt. Die Entwicklung beschreibt der Polizist als „explosionsartig“.

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Die Statistik gibt ihm recht. Von 2017 bis 2020 stieg die Verbreitung pornografischer Schriften in Baden-Württemberg um 214 Prozent an. Das geht aus dem aktuellen Sicherheitsbericht zur Kriminalitätsentwicklung hervor. Der größte Teil dieser Fälle betreffe Kinder- und Jugendpornografie, sagt Baierschmitt. Wie sein 20-köpfiges Team arbeitet und wie Eltern mit dem Thema umgehen sollten, erklärt der Kriminalhauptkommissar im Video-Interview.

Wer etwa in den sozialen Medien auf Kinder- und Jugendpornografie stößt, sollte sich unverzüglich an die nächste Polizeidienststelle wenden, sagt Baierschmitt. Dort werde der Fall an die Esslinger Kriminalpolizeidirektion weitergeleitet. „Dann rufen wir direkt zurück und können alles Weitere besprechen.“

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