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Kindertheater „Der Räuber Hotzenplotz“ - Die gerettete Kaffeemühle

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Der Räuber Hotzenplotz ist als rund einstündiges Familienstück für Kinder ab fünf Jahren im Stuttgarter Theater am Marquardt zu sehen. Premiere ist am 29. November.

Andreas Klaue mimt den Räuber Hotzenplotz.   Foto: Volker Beinhorn
Andreas Klaue mimt den Räuber Hotzenplotz. Foto: Volker Beinhorn

Der Mann mit dem Bart, dem Räuberhut, den sieben Messern und der Pfefferpistole liebt Bratwürste und Sauerkraut, vor allem aber Großmutters Kaffeemühle, die beim Mahlen Musik macht.

Ein Musik liebender Räuber – so schlecht kann der doch gar nicht sein! Neben der „Kleinen Hexe“ gilt der Räuber Hotzenplotz als Otfried Preußlers beliebteste Kinderbuchfigur. Preußler wäre am 20. Oktober 95 Jahre alt geworden.

Nun werden der leichtgläubige Räuber, der geschwollen daherredende Wachtmeister Dimpfelmoser, die Fee Amaryllis und all die anderen Preußler-Figuren zur Weihnachtszeit in der Komödie im Marquardt für Aufregung und Gelächter sorgen. Das rund einstündige Familienstück für Kinder ab fünf Jahren hat am 29. November um 11 Uhr Premiere und steht bis 6. Januar 2019 auf dem Programm.

Es geht um Gut und Böse

„Der Räuber Hotzenplotz“ geht eben immer, auch zur Weihnachtszeit, findet die Regisseurin des Stücks, Grit Lukas. „Im Grunde ist der ,Hotzenplotz‘ fast ein klassisches Märchen, das von großen Herausforderungen erzählt“, sagt sie. „Es geht um Gut und Böse, um Zauberei und Realität, und Kasperl und Seppel müssen viel Mut und Fantasie beweisen, weil sie der Großmutter die geliebte Kaffeemühle zurückbringen wollen.“

So zauberhaft das Buch für „Kopftheater“ sorgt, so überzeugt ist die Regisseurin doch auch von den anderen Mitteln, die das Theater hat: „Wir werden die Geschichte nicht eins zu eins abbilden, sondern die Mittel des Theaters nutzen. Gerade manche Zaubereien, etwa wenn etwas her- oder weggezaubert wird oder Zauberer Zwackelmann vor Wut platzt und gewissermaßen verpufft, sind auf der Bühne natürlich sehr beeindruckend.“

Ein sympathischer Räuber

Den Vorwurf, einen Verbrecher zum Helden zu machen, konnte Otfried Preußler nie nachvollziehen. Er glaubte daran, dass Kinder das Gute im Räuber sehen und sowieso „das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann“. Damit spricht er Hauptdarsteller Andreas Klaue aus dem Herzen. Der empfindet Hotzenplotz als „sympathischen Räuber“ und freut sich auf ein kritisches Publikum: „Die Kinder wissen genau, wie ich auszusehen und was ich zu tun habe. Ich darf eine großartige Rolle spielen!“

Der Räuber Hotzenplotz: Premiere am 29. November, 11 Uhr; weitere Termine bis 6. Januar, Komödie im Marquardt, Tickets 07 11 / 22 77 00. Parallel zu den Vorstellungen am 1./2. und 15./16. Dezember gibt es einen Workshop für Kinder und ihre Eltern. Bis 23. Juni gibt es im Jungen Schloss (Landesmuseum Württemberg) eine Mitmachausstellung.