Die deutsche Angelique Kerber spielt am Wochenende auf einem wichtigen Tennisturnier gegen die derzeit beste Tennisspielerin, die Amerianerin Serena Williams. Dafür hält ihr eine ehemalige deutsche Tennisspielerin die Daumen: Steffi Graf verfolgt damit ganz eigene Interessen.

Stuttgart - In Deutschland hat es einmal eine sehr erfolgreiche Tennisspielerin gegeben. Das war die Stefanie Maria Graf, die alle Sportfans auf der Welt nur Steffi nennen. Die Steffi war mit ihrem Tennisschläger vor allem mit ihrer Vorhand so stark, dass die meisten Gegnerinnen gegen sie keine Chance hatten. So kamen für die Steffi im Verlauf ihrer Karriere 107 Turniersiege zusammen, davon 22 Siege bei den wichtigsten Wettbewerben im Tennis, die man unter Fachleuten Grand Slams nennt.

 

Die Steffi nimmt nun schon seit vielen Jahren nicht mehr an Tennisturnieren teil. Gemeinsam mit ihrem Mann Andre Agassi, der auch ein toller Tennispieler war, und den zwei Kindern lebt sie in den USA in Las Vegas. Von dort aus hat die Steffi nun am Donnerstag einer anderen deutschen Tennispielerin, der Angelique Kerber, eine nette E-Mail geschrieben. „Ich gratuliere. Ich freue mich riesig. Liebe Grüße aus Las Vegas“, das schrieb die Steffi.

Die Angelique tritt nämlich am Samstag im Endspiel eines dieser wichtigen Tennisturniere, dem Grand Slam von Australien, gegen die Amerikanerin Serena Williams an. Serena ist momentan die beste Tennisspielerin – und könnte mit einem Sieg gegen die Angelique der Steffi einen Rekord wegnehmen. Gewinnt die Serena, dann hätte sie nämlich wie die Steffi ebenfalls 22 Grand Slams gewonnen. Das will die Angelique natürlich verhindern. Außerdem will sie ja auch für sich selbst siegen. Also sagt sie: „Ich denke, wir Deutschen müssen zusammen halten.“