Ein Kleinkind wurde im Kreis Ludwigsburg aus seiner Pflegefamilie genommen, die Gründe dafür bleiben unklar. Die Pflegeeltern haben sich jetzt an den Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtags gewandt. In der Petition formulieren sie die „Bitte um dringende Überprüfung der rechtswidrigen Vorgehensweise des Jugendamtes Ludwigsburg, des Landratsamtes Ludwigsburg und des Landrats“.
Die Pflegeeltern Martina und Stefan Maier wehren sich im Kampf mit dem Jugendamt Ludwigsburg um ihr Pflegekind Linus (alle Namen der Familie zum Schutz des Kindes geändert) gegen die Pläne des Jugendamtes, ihr Pflegekind dauerhaft in eine andere Vollzeitpflegestelle zu vermitteln – obwohl mehrere Gerichte noch mit dem Fall betraut sind.
Diese vier Texte sind bereits zum Thema erschienen:
Im Raum steht die Frage, ob die Herausnahme des Kleinkindes aus der Familie im April des vergangenen Jahres rechtmäßig war. Die Maiers selbst haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart gestellt gegen die Mitarbeiter des Landratsamtes Ludwigsburg.
Im April 2025 hatte das Jugendamt das Kleinkind aus der Familie genommen. Für die Pflegeeltern kam dies völlig unvermittelt. Sie geben an, bis zu diesem Zeitpunkt keine negativen Rückmeldungen der Behörden erhalten zu haben. Die Gründe für die Herausnahme kennen sie bis jetzt nicht. In der Folge wandten sie sich an mehrere Vertreter der Politik im Land, auch den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne).
Der Petitionsausschuss hat unter anderem das Recht, Akten anzufordern und Auskünfte von Behörden einzuholen, ehe er berät und dem Landtag einen Bericht und eine Beschlussempfehlung vorlegt. Den Pflegeeltern wurde mitgeteilt, dass sich der vermutlich erst nach der Landtagswahl im März damit befassen wird.