Science-Fiction mit KI-Apokalypse, eine emotionale Bestsellerverfilmung und ein Blick auf die Anfänge der Nouvelle Vague: Am 12. März 2026 kommen mehrere vielversprechende Filme in die Kinos.

Digital Desk: Katrin Jokic (kkl)

Auch in dieser Woche reicht die Bandbreite von großen Gefühlen bis zu philosophischen Fragen über Religion, Filmkunst und künstliche Intelligenz. Neben internationalen Produktionen steht mit der Verfilmung eines Colleen-Hoover-Romans auch ein Stoff auf dem Programm, der bereits als Buch ein Millionenpublikum erreicht hat.

 

Im Folgenden die Highlights der Kinowoche.

Good Luck, Have Fun, Don’t Die

Zum inzwischen angeblich 117. Mal taucht ein heruntergekommener Mann (Sam Rockwell) in Norm’s Diner in Los Angeles auf und behauptet, aus der Zukunft zu stammen. Seine Mission: Die Gäste davon zu überzeugen, gemeinsam eine drohende Katastrophe abzuwenden.

In seiner Version der Zukunft hat eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz die Menschheit versklavt. Um das zu verhindern, müssten Ingrid (Haley Lu Richardson), Mark (Michael Peña), Janet (Zazie Beetz), Scott (Asim Chaudhry) und Susan (Juno Temple) jetzt handeln.

Was zunächst wie die wirren Fantasien eines Sonderlings klingt, entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit – und zu der Frage, ob eine kleine Gruppe Fremder tatsächlich den Lauf der Geschichte verändern kann.


Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

Kenna Rowan (Maika Monroe) kehrt nach mehreren Jahren Haft in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Ziel ist klar: Sie will ihre inzwischen vierjährige Tochter wiedersehen, die sie im Gefängnis zur Welt gebracht, doch nie gesehen hat. Aber die Vergangenheit steht ihr im Weg.

Die Menschen, die sich während ihrer Abwesenheit um das Kind gekümmert haben, begegnen ihr mit Misstrauen. Besonders schwer wiegt die Ablehnung jener, die glauben, Kenna habe ihr Recht auf Nähe verwirkt.

Eine Ausnahme ist Ledger Ward (Tyriq Withers), Betreiber der örtlichen Bar. Zwischen ihm und Kenna entsteht vorsichtig eine Beziehung – überschattet von Schuld, Vorurteilen und der Angst, erneut alles zu verlieren.

Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Colleen Hoover und erzählt von Reue, Hoffnung und der schwierigen Suche nach Vergebung.


The Testament of Ann Lee

Im vorindustriellen Manchester wächst Ann Lee (Amanda Seyfried) unter harten Bedingungen auf. Schon als Kind arbeitet sie in einer Baumwollspinnerei. Ein prägendes, traumatisches Erlebnis im Zusammenhang mit dem Sexualleben ihrer Eltern hinterlässt tiefe Spuren.

Später sieht Ann im Zölibat den einzigen Weg aus der Sünde. Nach dem frühen Tod ihrer vier Kinder schließt sie sich Gleichgesinnten an und sucht in Amerika einen Neuanfang.

Doch ihr radikaler Glaube vertieft die Spannungen mit ihrem Ehemann William (Lewis Pullman), der das Zölibat ablehnt. Misstrauen und religiöser Fanatismus führen schließlich dazu, dass Ann und ihre Anhänger der Hexerei bezichtigt werden – mit gravierenden Konsequenzen.

Das Historien-Drama zeichnet das Porträt einer Frau zwischen religiöser Vision, persönlichem Verlust und gesellschaftlicher Ausgrenzung, basierend auf der realen Ann Lee, die als Gründerin der amerikanischen Freikirche der Shaker gilt.


Nouvelle Vague

Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) ist 28 Jahre alt und besessen vom Kino, obwohl er selbst noch keinen Film gedreht hat. Stattdessen schreibt er für die renommierte Filmzeitschrift „Cahiers du cinéma“ über die Werke anderer.

Während Kollegen wie Claude Chabrol (Antoine Besson) und François Truffaut (Adrien Rouyard) bereits Erfolge feiern, wächst in Godard der Wunsch, selbst Regie zu führen. Mit Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) und der amerikanischen Schauspielerin Jean Seberg (Zoey Deutch) findet er prominente Unterstützung. Gemeinsam gelingt es, einen Geldgeber für sein Debüt „Außer Atem“ zu gewinnen.

Der Film erzählt von den Anfängen der französischen Nouvelle Vague.


Der 12. März 2026 bringt eine abwechslungsreiche Kinowoche: von dystopischer Science-Fiction über gefühlvolle Literaturverfilmung bis hin zu historischem Drama und Filmgeschichte. Wer unterschiedliche Genres schätzt, findet in den Neustarts mehrere Optionen für einen abwechslungsreichen Kinoabend.