Kinokritik: Transformers 5 Roboter der Tafelrunde

Von Martin Schwickert 

Notdürftig mythologisch untermauert, ist die jüngste Fortsetzung um die Spielzeug-Krieger eine weitere Kampforgie mit schmalem Drehbuch. Da hilft auch die Mitwirkung von Sir Anthony Hopkins wenig.

Megatron und Josh Duhamel als Lennox Foto: Verleih 9 Bilder
Megatron und Josh Duhamel als Lennox Foto: Verleih

Stuttgart - Mit Autos, Flugzeugen und Raumschiffen, die sich mit ein paar Handgriffen zu imposanten Robotermonstern umbauen ließen, hat der US-Spielzeughersteller „Hasbro“ in den Achtzigern ein Vermögen verdient. Die sogenannten Transformers-Figuren bedienten gleichermaßen die Allmachtsfantasien und die Technikbegeisterung kleiner Jungs. Einer von ihnen hieß Michael Bay. Der feierte später als Regisseur mit Filmen wie „Armageddon“ (1998) riesige Kassenerfolge und durfte sich deshalb in Hollywood den Kindheitstraum erfüllen, die Transformers auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken.

In nunmehr vier Folgen haben die „Transformer“-Filme weltweit fast 3,8 Milliarden Dollar eingespielt. Und es ist kein Ende in Sicht. Schließlich ist gerade erst Mark Wahlberg als menschlicher Hauptheld an Bord gekommen. Sein Cade Yeager ist ein technikbegeisterter Erfinder und der einzig verbliebene Freund der sogenannten Autobots, die von der CIA mit unerbittlicher Härte verfolgt werden. Aber in Folge 5 geht es nicht nur nur um den ewigen Kampf zwischen Mensch und Maschine, sondern auch um den Ursprung der Transformers. Schon mit dem guten, alten König Artus sollen die Roboter an der Tafel gesessen und sich dem Schutz der Menschheit vor den bösartigen Decepticons verschrieben haben. Deren Schöpferin ist mit einem planetengroßen Raumschiff unterwegs, um die Menschheit samt Erde zu vernichten.

Und los geht es mit einem mythologisch notdürftig untermauerten Weltenretterplot, welcher nur als narratives Stützgewebe für ausufernde Flucht- und Kampforgien im gefühlten Zehn-Minuten-Takt dient. Mit von der Partie ist auch Sir Anthony Hopkins – ein großer Schauspieler, der sich bekanntlich für nichts zu schade ist. Als englischer Adelspatron kommt ihm die zum Scheitern verurteilte Aufgabe zu, die zwischen Rittersaga und Science-Fiction baumelnde Handlung durch ausufernde Erklärungen nachvollziehbar zu machen. Vergeblich versucht Bays Film, an gehaltvollere Blockbusterwerke wie „X-Men“ oder „Avengers“ anzuknüpfen, aber dafür fehlt dem Drehbuch einfach der Grips und den hässlichen Roboter-Figuren der notwendige Charme.




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