Kirbe in Stuttgart-Feuerbach Wasen-Stimmung im Feuerbacher Kirbe-Zelt

Von Torsten Ströbele 

Der Musikverein lädt für vier Tage in sein Festzelt. Auch die Bundesfamilienministerin wird zu Gast sein.

Der Musikverein hofft auch in diesem Jahr auf viele Besucher. Durch den Ertrag aus dem Festzeltbetrieb finanziert er den Großteil seines Vereinslebens. Foto: Tom Bloch (Archiv)
Der Musikverein hofft auch in diesem Jahr auf viele Besucher. Durch den Ertrag aus dem Festzeltbetrieb finanziert er den Großteil seines Vereinslebens. Foto: Tom Bloch (Archiv)

Stuttgart-Feuerbach - Festzelt, Krämermarkt, Vergnügungspark und verkaufsoffener Sonntag: Die traditionelle Kirbe in Feuerbach hat auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Anlaufstellen und Programmpunkten zu bieten. Los geht es am kommenden Freitag, 7. September. Dann veranstaltet der Musikverein Stadtorchester Feuerbach (MSF) bereits zum 16. Mal seine „Party im Zelt“ auf dem Festplatz an der Kärntner Straße. Drei Musikgruppen werden versuchen, die Gäste zum Tanzen und Mitsingen zu bewegen. Die erste Band, die auftritt, heißt Barfuss. „Die fünf Jungs aus dem Schwarzwald spielen innovative Rockmusik aus jazzigen und elek­tronischen Elementen, gepaart mit ehrlichen deutschen Texten“, sagt Marion Berger, die beim MSF für die Organisation des Festzelt-Betriebs zuständig ist.

Band Nummer zwei hat schon mehr als 400 Auftritte hinter sich – unter anderem mit Clueso, Max Herre, Silbermond oder den Scorpions. Tune Circus sind 2007 vom SWR-Jugendsender „Das Ding“ zur Newcomer-Band des Jahres gewählt worden. „Am Ende des Tages zählt für die Jungs aber nur, dem Publikum eine gute Show zu liefern – mit anspruchsvollem, melodiösem und tanzbarem Alternative Rock“, sagt Berger.

Zu guter Letzt wird die siebenköpfige Truppe Läberknecht ihr musikalisches Unwesen im Festzelt treiben. Es werden Lieder von den Beastie Boys, AC/DC oder Metallica zu hören sein, aber auch eigene Songs. Gespielt wird am Freitag ab 20 Uhr. Der Eintritt ist wie an allen Tagen frei – auch wenn am Samstag, 8. September, die Party-Schlager-Band Dirty Saints für Stimmung sorgen wird. „Wir beschreiten am Samstagabend neue Wege und schauen, ob unser Angebot von der Bevölkerung auch angenommen wird“, betont Berger. „Dirty Saints sind schon auf dem Cannstatter Wasen aufgetreten und werden bei uns von 18 bis 23 Uhr spielen.“

Das Krämermarkt-Problem bleibt bestehen

Ohne die finanzielle Unterstützung des Bezirksbeirats wäre dieser Programmpunkt allerdings nicht möglich. Die Lokalpolitiker haben dem MSF mit 10 000 Euro aus ihrem Bezirksbudget unter die Arme gegriffen. „Wir werden etwa nur die Hälfte des Geldes für Werbung und die Musikgruppen brauchen und hoffen, den anderen Teil für nächstes Jahr nutzen zu können“, sagt Marion Berger.

Der Kirbesonntag beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischem Gottesdienst im Festzelt. Anschließend spielt der MSF. Von 14 bis 15 Uhr findet dann der Familiennachmittag statt. Unter anderem werden potenziellen Nachwuchsmusikern Instrumente vorgestellt. Der Festtag endet um 21 Uhr.

Der traditionelle Kirbe-Meedich startet um 11 Uhr, ehe eine halbe Stunde später Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sprechen und anschließend den Fassanstich durchführen wird. Offiziell endet die viertägige Kirbe im Festzelt dann um 22 Uhr.

Von Samstag bis Montag sind auf dem Festplatz auch wieder einige Fahrgeschäfte und Stände zu finden. „Da sind wir voll belegt“, sagt Gabriella Zanetti von der Märkte Stuttgart GmbH. Mehr Probleme bereitet der Krämermarkt in den Gassen rund um den Festplatz. Immer wieder bemängeln Feuerbacher, Festgäste und Bezirksbeiräte, dass zwischen den Ständen zu große Lücken auftauchen. „Das werden wir aber aufgrund von Brandschutz- und Sicherheitsauflagen nicht mehr anders hinbekommen“, sagt Zanetti. Allerdings haben sich auch nur rund 40 Standbetreiber angemeldet. Platz wäre für etwa 70. „Der Nachwuchs bei den Händlern fehlt. Das ist ein grundsätzliches Problem“, sagt Zanetti.

Das Kirbe-Programm wird am 9. September mit einem verkaufsoffenem Sonntag – 13 bis 18 Uhr – abgerundet.

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