Kirche in Obertürkheim Kirchliche Infos im Vorbeigehen

Die evangelische Kirchengemeinde Obertürkheim-Uhlbach und das Familienzentrum gehen neue Wege: Ein Info-Bildschirm im Schaukasten lockt Passanten an.

Hoppla, was bewegt sich denn da? Der eine oder andere Passant bleibt verwundert vor dem Schaukasten an der Augsburger Straße stehen. Seit Jahren betreibt die evangelische Kirchengemeinde dort einen Schaukasten. In ihm wurden bisher Plakate verschiedener Veranstaltungen der Gemeinde aufgehängt. „Das Ergebnis war oft ein unübersichtlicher Blätterwald“, gestehen Pfarrer Ralph Vogel und Kirchengemeinderatsmitglied Martin Eisele-Remppis.

 

Wechselnde Infos auf dem Bildschirm

Deswegen beschreitet die Kirchengemeinde mit dem Stadtteil- und Familienzentrum (SFZ) „Die Heidelbeere“ einen neuen Weg. Als Pilotprojekt der Landeskirche stellen sie einen Informationsbildschirm im aufwendig renovierten Schaukasten auf.

„Er erlaubt uns, aktuelle Information zu veröffentlichen, die jüngeren und älteren Menschen gleichermaßen Spaß bereiten, sodass sie aufmerksam hinschauen statt nur vorbeigehen“, hofft Vogel. Anspruchsvoll gestaltete Plakate mit Fotos und knappen Texten wechseln im Abstand von Sekunden. Auf aktuelle Programmpunkte des Familienzentrums folgen Ankündigungen zu Veranstaltungen der Kirchengemeinde. Sie werden von der Vorschau auf den kommenden Nachtschicht-Gottesdienst abgelöst. Hingucker, die zum Lesen animieren sollen. „Auch kleinere Veranstaltung in Uhlbach und Obertürkheim können platziert werden“, sagt Vogel.

Kooperation mit dem Familienzentrum

Nach dem Testlauf in Obertürkheim ist ein Bildschirm in Uhlbach geplant. „So kann man in beiden Teilen der Gemeinde von allen Aktivitäten etwas mitbekommen. Es kann zusammenwachsen, was nun zusammengehört“, sagt Eisele-Rempiss. Dieses Zusammenwachsen bezieht sich auch auf das SFZ, das sich im Erdgeschoss der Andreaskirche etabliert hat. „Wir haben das Angebot der Zusammenarbeit gerne angenommen und freuen uns, unsere Arbeit auf diese zeitgemäße Weise bekannter machen zu können“, sagt SFZ-Koordinatorin Vanessa Spieth. Auch das teilweise aufwendige Auf- und rechtzeitige Abhängen der Plakate gehört damit der Vergangenheit an. Der Bildschirm gibt verschiedenen Menschen die Möglichkeit, sich von Zuhause aus an der Kommunikation zu beteiligen.

Das Trio sieht durchaus noch Ausbaumöglichkeiten. „Wir können viele visuelle Medien bis hin zu Kurzfilmen nutzen, die auch Passanten, die nicht unserer Gemeinde angehören, im Vorübergehen wahrnehmen“, so Vogel. Ein Kollege aus Untertürkheim hat zudem bereits Interesse gezeigt. „Langfristig könnten wir uns mit weiteren Bildschirmen in den Stadtteilen der Oberen Neckarvororte verknüpfen.“

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