Kirchenbezirk Leonberg Bewährtes wahren und Liebgewonnenes teilen

Von Arnold Einholz 

Zu wenige Mitglieder: Der evangelische Kirchenbezirk muss bis 2024 weitere 3,25 Pfarrstellen streichen.

Das Kirchenfenster in der Michaelskirche Eltingen  zeigt  als Auferstehungsmotiv Christus in weißem Gewand,  wie er  die Lanze zerbricht, Foto: Archiv
Das Kirchenfenster in der Michaelskirche Eltingen zeigt als Auferstehungsmotiv Christus in weißem Gewand, wie er die Lanze zerbricht, Foto: Archiv

Leonberg - Mit 3,25 Pfarrstellen weniger muss der evangelische Kirchenbezirk Leonberg vom Jahr 2024 an auskommen. Mit dieser Zahl sind die Teilnehmer der jüngsten Bezirkssynode konfrontiert worden. Und diese haben die Synodalen nun hinaus in die Kirchengemeinden getragen, wo sich diese jetzt Gedanken über die Umsetzung machen müssen.

Der aktuelle Pfarrplan im Kirchenbezirk Leonberg ist noch nicht gänzlich umgesetzt, da zeichnet sich bereits die nächste Stellenreduzierung ab. Der laufende Pfarrplan, der 2018 voll greift, sieht vor, dass 2,25 Stellen gestrichen werden. Das sind in Leonberg die Gartenstadt (75 Prozent), Eltingen Mitte (50 Prozent), die schon lange nicht mehr besetzte Stelle Malmsheim 2 (50 Prozent). Von 100 auf 75 Prozent reduziert wurden die beiden Pfarrstellen Silberberg/Heuweg und Wimsheim.

Zusammenwachsen und kürzen

Doch nun wird der Einschnitt noch drastischer, denn in den kommenden sechs Jahren müssen die evangelischen Gemeinden im Kirchenbezirk diesmal mit weiteren 3,25 Pfarrstellen weniger auskommen. Dafür haben sich nun die Gemeinden auf den Weg gemacht, den von der Evangelischen Landeskirche Württemberg unter dem Motto „Zusammenwachsen“ initiierten Pfarrplan umzusetzen. Das Vorhaben hat der Reutlinger Prälat Christian Rose vorgestellt, zu dessen Sprengel auch der Kirchenbezirk Leonberg gehört.

Anpassung an demografischen Wandel

Mit dem neuen Plan soll die Anzahl und die Verteilung der Pfarrstellen an die demografische Entwicklung angepasst werden. Denn diese wirkt sich gleich zweimal aus: Es sind nicht nur die Kirchenglieder, die älter und weniger werden. Das trifft auch auf die Pfarrer und Pfarrerinnen zu. Die geburtenstarken Jahrgänge der 50er und 60er Jahre kommen ins Ruhestandalter. Dem gegenüber steht, dass sich bei kleineren Jahrgängen prozentual weniger junge Menschen für den Pfarrerberuf entscheiden und so weniger ein Studium beginnen.