Kirchentag in Stuttgart Polizei muss Haltestellen sperren

Unter anderem an der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte musste die Polizei wegen des großen Andrangs eine Blockabfertigung einrichten. Foto: Krohn
Unter anderem an der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte musste die Polizei wegen des großen Andrangs eine Blockabfertigung einrichten. Foto: Krohn

Rund 250.000 Menschen in Stuttgart: am Eröffnungstag des Kirchentags war nicht nur die Innenstadt selbst rappelvoll. Auch Stadt- und S-Bahn-Haltestellen waren überlaufen, dass die Polizei sie teilweise sperren musste.

Lokales: Christine Bilger (ceb)
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Stuttgart - Wegen des großen Besucherandrangs am Eröffnungsabend des Kirchentages hat die Polizei die S-Bahnhaltestellen Stadtmitte und Hauptbahnhof vorübergehend absperren müssen.

Nach dem Ende des Gottesdienstes auf dem Schlossplatz wollten viele Kirchentagsbesucher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abreisen. Die Bahnsteige der unterirdischen Haltestellen waren gegen 22.45 Uhr so voll, dass die Bundespolizei sie abriegelte. „Wir wollten verhindern, dass es zu einem Gedränge kommt und am Ende noch jemand – unbeabsichtigt – auf die Gleise gestoßen wird“, sagte Jonas Große, Sprecher der Bundespolizei. Mit einer Art Blockabfertigung habe man die Passagiere in die Haltestellen gelassen. Immer, wenn nach der Abfahrt einer Bahn wieder Platz gewesen sei, habe man weitere Fahrgäste hinab gelassen, erläuterte Große.

„Es verlief alles völlig ruhig“, lobten die Beamten: Die Kirchentagsbesucher hätten verständnisvoll reagiert, geduldig gewartet und freundlich mit den Polizeibeamten geplaudert. „So kennen wir das nicht von anderen Großveranstaltungen oder vom Fußball“, fügte Große hinzu. „Die Wartenden haben dann angefangen, in der Unterführung zu singen.“

Stadtbahnen „überspringen“ die Haltestelle Schlossplatz

Am Hauptbahnhof habe die Polizei von 22.45 Uhr bis gegen 24 Uhr den Zugang zur S-Bahn regeln müssen, die Haltestelle Stadtmitte konnte bereits gegen 23.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Die Stadtbahnen und die Haltestellen seien „gut voll“ gewesen, man habe aber keine Sperrungen oder sonstigen Eingriffe in Betracht ziehen müssen, so eine Sprecherin der SSB.

Zu Beginn des Gottesdienstes veranlasste die Polizei, dass Stadtbahnen nicht mehr am Schlossplatz anhielten. „Der Platz war nicht überfüllt, man konnte sich gut bewegen. Vor dem Königsbau war es jedoch sehr voll“, sagte ein Polizeisprecher. Deswegen habe man die Stadtbahnen zum Charlottenplatz durchfahren lassen. Pfadfinder hätten den Zugang zum Schlossplatz geregelt, indem sie Schnüre spannten, berichtete die Landespolizei, die ebenfalls die fröhliche Stimmung lobte.

Am Donnerstag, dem ersten Veranstaltungstag, verzeichneten die Verkehrsbetriebe vormittags ebenfalls großer Zustrom zum Kirchentag. Probleme gab es aber bis zu Mittag keine.




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