Die Bahnstrecke bei Kirchheim am Neckar musste am Sonntag zeitweise gesperrt werden, nachdem Pfosten auf die Gleise geworfen worden warne. Zudem liefen die Jugendlichen in einen Tunnel.
Drei Jugendliche haben am Sonntagabend bei Kirchheim am Neckar mehrere Holzpfosten auf die Bahngleise geworfen. Die Strecke musste aufgrund dessen für über eine Stunde gesperrt werden. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Polizei übergibt Jugendliche an deren Eltern
Wie die Polizei mitteilt, hatten die 14- und 15-Jährigen die Pfosten gegen 19.35 Uhr von einem Tunnel in den Weinbergen oberhalb der Bahnstrecke aus in den Gleisbereich geworfen. Anschließend sammelten die Jugendlichen die Hölzer selbst wieder auf, ehe sie aktuellen Informationen zufolge in den Tunnel liefen. Die alarmierte Landespolizei stoppte das Trio nach einem kurzen Fluchtversuch, kontrollierte die Jugendlichen und übergab sie im Anschluss an ihre Erziehungsberechtigten.
Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Hindernisse auf der Strecke können einen Zug zur Entgleisung bringen. Durch umherfliegende Gegenstände gefährden die Verursacher zudem nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch Fahrgäste und wartende Reisende.
Auch Aufenthalte im Gleisbereich sind lebensgefährlich. „Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden“, so die Bundespolizei. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.