Urlaubsmesse CMT Mit diesen Angeboten präsentiert sich der Landkreis Esslingen

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Der Landkreis Esslingen zeigt sich auf der CMT, der weltweit größten Publikumsmesse im Tourismusbereich, von seiner Schokoladenseite. Der Einsatz spiegelt sich in steigenden Besucherzahlen wider.

Für den Weitblick wirbt auch Heike Büttner von der Stadtmarketing Kirchheim. Hinter ihr  dient zudem der Blick von der Teck  als Blickfang. Foto: Michael Steinert 7 Bilder
Für den Weitblick wirbt auch Heike Büttner von der Stadtmarketing Kirchheim. Hinter ihr dient zudem der Blick von der Teck als Blickfang. Foto: Michael Steinert

Stuttgart/Esslingen - Wein, Wald, Weitblick – dieser harmonische Dreiklang soll die begehrte Zielgruppe der E-Bike-Radler in den Landkreis Esslingen locken. Die Fünf-Tages-Tour durch die Region ist eines der Angebote, mit dem der Kreis Esslingen auf der Stuttgarter CMT, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus, um Aufmerksamkeit buhlt.

Von Wald und Weitblick konnte am Wochenende angesichts des Besucheransturms auf die Messehallen auf den Fildern keine Rede sein. Die vom Esslinger Landrat Heinz Eininger geführten Landkreis-Delegation hatte beim traditionellen Eröffnungsrundgang in der Halle 6 alle Mühe, sich von Stand zu Stand durch die Menge zu kämpfen. Immerhin: Der Wein – Täleswein von den Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck – war schon mal da.

In der Messehalle ist Stehvermögen gefragt

Bevor es an die Verkostung des guten Tropfens ging, war in mehrfacher Hinsicht Stehvermögen gefragt gewesen. „Wir waren im Jahr 2008 als Landkreis erstmals mit dem Freilichtmuseum auf der CMT. Das überschaubaren Angebot ist damals von der Beurener Therme und der Stadt Esslingen abgerundet worden“, erinnerte sich Eininger. Das sei in einer Zeit gewesen, als man wortreich für die Stelle eines Tourismusförderers habe werben müssen. Inzwischen seien alle sechs Großen Kreisstädte mit eigenen Ständen vertreten, dazu noch Plochingen und Beuren. Der Landkreis selbst setze weiter auf das Freilichtmuseum, spiele aber auch bei den Auftritten von Mythos Schwäbische Alb, Biosphärengebiet, Geopark, Streuobstparadies und E-Bike-Region Stuttgart mit. „Wir nutzen die Chancen, die uns die Messe bietet“, fasst Eininger zusammen.

Beim Stichwort „Chance nutzen“ darf auch der Hinweis auf die steigenden Übernachtungs- und Ankunftszahlen im Landkreis nicht fehlen. Von Januar bis November des vergangenen Jahres haben in den Beherbergungsbetrieben im Kreisgebiet 1,4 Millionen Menschen übernachtet. Das Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist nur noch durch den fünfprozentigen Anstieg bei den Tagesgästen übertroffen worden, von denen in den vergangenen elf Monaten rund 740 000 die Ziele im Landkreis Esslingen angesteuert haben.

Gefühlt waren alle an diesem Samstag auch in Halle 6 unterwegs gewesen. Die Tourismusförderin des Landkreises hat’s gefreut. „Hier sprechen wir unser Publikum“, sagt Tanja Gems im Hinblick auf die zum Großteil aus der näheren Umgebung angereisten Besucher. Ihnen verspricht der Landkreis, im Schulterschluss mit dem benachbarten Landkreis Reutlingen und dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb im kommenden Jahr den in der drangvollen Enge der Messelandschaft so schmerzlich vermissten Weitblick. „Hochgehberge“ steht auf dem Etikett, das vom Herbst an auf 21 gesondert ausgewiesene Prädikatswanderwegen kleben wird.

170 Kilometer Prädikatswanderwege

170 Kilometer einheitlich beschilderte Pfade durch Wälder, über Blumenwiesen, über Berge und durch Talauen sollen den Wanderfreunden Lust auf die Mittlere Alb, den Albtrauf und das Biosphärengebiet machen. Das Versprechen „hochgehen, um runterzukommen“ dürfte im hektischen Geschiebe in den Messehallen auf besondere Aufmerksamkeit gestoßen sein. Symbolisch eröffnet werden die Wege, zu denen anlässlich der Messe die ersten Drucksachen unters Volk gebracht werden, am 9. September mit einem Festakt auf der Burg Hohenneuffen.

Entspannung haben sich auch die Albtrauf-Gastgeber auf ihre touristische Fahne geschrieben. Die „Faszination Wasser“ steht im Mittelpunkt des Veranstaltungsprogramms, das die Stadt Owen stellvertretend für die 17 Mitstreiter auf die Beine gestellt hat. Von April bis August geht es ans Wasser, sei es entlang von Flussläufen, über Wasserfälle oder einfach nur untertauchend hinein ins kühle Nass.

Ebenfalls neu im Landkreis-Angebot ist die Broschüre „Freizeit genießen und barrierearm erleben“. In dem aufwendig gestalteten Überblick macht der Landkreis den Worten Einingers zufolge den ersten Schritt in Richtung eines barrierefreien Tourismus.




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