Klettern Die Besten kraxeln um die Wette

Von rec 

Immer fleißig hinauf: In der Porsche-Arena trifft sich am Freitag und am Samstag die Weltelite des Kletterns. Stuttgart gilt mittlerweile nach München als die Kletterhochburg in der Republik.

Stuttgart ist Kletterstadt – nicht zuletzt dank des des Evangelischen Jugendwerks in der Innenstadt. Foto: Heiss
Stuttgart ist Kletterstadt – nicht zuletzt dank des des Evangelischen Jugendwerks in der Innenstadt. Foto: Heiss

Stuttgart - Der 1991 in Schwäbisch Gmünd geborene Thomas „Shorty“ Taup­horn gehört in dieser Disziplin zu den Besten der Welt. Er war 2010 Jugend-Weltmeister im Freiklettern und 2011 Vizeweltmeister und will am kommenden Wochenende in der Porsche Arena auf dem Siegertreppchen stehen. Dort findet die zweite Auflage des von dem Sportartikelhersteller Adidas initiierten Kletterwettbewerbs Rockstar statt.

Die besten Outdoor-Sportler der Welt, die an einer Wand auf Absprunghöhe ohne Absicherung klettern, sind zu dem Wettbewerb am 10. und 11. August eingeladen. Mike Hamel, der Rockstars-Chef, freut sich, dass sowohl bei den Damen als auch bei den Herren bereits „je zwölf der Top-15-Athleten aus der ganzen Welt“ zugesagt haben.

Insgesamt werden 40 Herren und 30 Damen starten. „Der Begriff Rock hat eine doppelte Bedeutung: er steht für den Stein, an dem draußen geklettert wird, und für die Musik“, erklärt Axel Burkhardt von Adidas.

Musik treibt zu Höchstleistungen an

Musik soll Besucher und Sportler bei Laune halten

Andreas Kroll, der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft In Stuttgart, freut sich auf die Veranstaltung: „Wir hatten schon fast alle Sportarten in der Halle – außer Klettern.“ Verschiedene Bands sollen die Besucher bei Laune halten. Außerdem werden fünf sogenannte Human Beatboxer auftreten und die Athleten anpeitschen. Unter ihnen ist auch der gebürtige Stuttgarter Robeat. Der 23-Jährige, der bei der Castingshow „Supertalent“ 2007 das Finale erreicht hat, will es richtig krachen lassen. Und Thomas Tauphorn ist überzeugt: „Das kommt sicher geil, wenn man so gepusht wird.“ Wenn die Musik einen zu Höchstleistungen treibt, „dann fühlt man sich als Athlet wie im Himmel“. Grundvoraussetzungen für den Erfolg sei „ein gutes Gefühl für die Wand, Beweglichkeit und ein bisschen Training“. Zumindest was das Training angehe, sei es beim Beatboxen ebenso, sagt der als Robert Wolf geborene Robeat. „Talent ist gut, aber Training ist besser.“

Auch Amateure dürfen teilnehmen

Sportevent soll Erlebnis für die ganze Familie werden

Im Ausscheidungsverfahren müssen die Athleten bis ins Finale klettern. „Die Zuschauer lieben es, wenn jemand rausfliegt“, sagt Hamel, der aus dem Sportevent ein Familienereignis mit Spaß und Spannung machen will. Insgesamt qualifizierten sich 20 Athleten für das Semifinale, sechs dieser Athleten kommen in die Endrunden. Zum Schluss werden dann zwei Sportler gegeneinander an zwei baugleichen Kletterwänden antreten. Thomas Taup­horn: „Das bringt ein besonderes Wettkampfflair.“

Bei allem Spektakel stehen laut Burkhardt die Athleten und der Sport im Mittelpunkt. Nicht nur die Profis dürfen daher an die Wand. Auch Amateure sind eingeladen, sich zu messen.

Sonderthemen