Das soll sich nun ändern. Denn seit Anfang September ist die Position der Klimaschutzbeauftragten mit Tayla Herrmann wieder besetzt. Die 25-Jährige hat sich im Rahmen ihres Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim auf den Bereich Nachhaltigkeit spezialisiert. Im Sommer hat sie ihren Masterabschluss im Studiengang „Life Cycle & Sustainability“ gemacht. Der Übergang vom Studium zur ersten beruflichen Tätigkeit gestaltete sich fließend:„Ich habe meine Masterarbeit im Juli abgegeben und hatte mich schon vor Abgabe der Arbeit auf die ausgeschriebene Stelle in Renningen beworben“, erklärt Herrmann.
In Renningen aufgewachsen
Denn Tayla Herrmann bringt nicht nur die Expertise im Bereich Klimaschutz mit, sondern kennt auch die Stadt sehr gut. Sie ist in Renningen aufgewachsen und hat ihre gesamte Schulzeit in der Rankbachstadt verbracht. Im Jahr 2017 machte sie ihr Abitur am Gymnasium. Schon damals waren Nachhaltigkeit und Klimaschutz für sie eine Herzensangelegenheit. „Während der Schulzeit haben mich diese Themen schon sehr interessiert und Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben mich seitdem stets begleitet“, schildert die neue Klimaschutzbeauftragte. „Spätestens ab dem Abitur habe ich mir dann auch ernsthaftere Gedanken darüber gemacht, welchen Einfluss mein Handeln auf die Welt hat.“
Das Gesicht für Klimaschutzthemen
In ihrer neuen Tätigkeit bei der Stadt Renningen ist Herrmann vor allem für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes zuständig. In enger Abstimmung mit dem Gemeinderat und der Verwaltungsspitze sollen geplante Maßnahmen vorangetrieben und umgesetzt werden. Darüber hinaus ist Tayla Herrmann auch Ansprechpartnerin für öffentliche Belange im Bereich Klimaschutz: „Ich bin quasi das Gesicht der Stadtverwaltung, was alle Klimaschutzthemen anbelangt und in dem Zuge auch Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger. Man kann mich gerne kontaktieren.“
Dass sie das Klimaschutzkonzept von ihrer Vorgängerin geerbt hat, sieht die in Leonberg geborene 25-Jährige als großen Vorteil: „Durch die Vakanz der Stelle gab es keine direkte Übergabe“, schildert sie. „Daher ist es gut, dass ich mich an dem Konzept orientieren kann, das meine Vorgängerin Frau Reinhard ausgearbeitet hat. Wie die konkreten Maßnahmen dann schließlich umgesetzt werden, liegt dann aber an mir.“Dass während der Vakanz einige Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes nicht umgesetzt werden konnten, liegt aus Sicht von Herrmann schlicht an der fehlenden „Man- und Womanpower“ in der Verwaltung. Die einzelnen Fachbereiche seien wirklich sehr stark ausgelastet mit Arbeit. Trotzdem betont sie, dass die Zeit, in der aufgrund der Vakanz einzelne Maßnahmen nicht vorangetrieben werden konnten, nun vorbei sein muss: „Jetzt bin ich da, jetzt muss alles ins Laufen gebracht werden. Man darf sich nicht darauf ausruhen, dass die Stelle einige Zeit nicht besetzt gewesen ist.“
Vorstellung Wärmeplan im Jahr 2025
Die ersten Wochen als Klimaschutzbeauftragte hat Tayla Herrmann vor allem genutzt, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Maßnahmen schon laufen und welche Ansprechpartner es für bestimmte Themenbereiche gibt. Die kommunale Wärmeplanung sei eine große Maßnahme, die gleich zu ihrem Stellenantritt an sie übergeben worden ist. Die Datenerfassung sei bereits abgeschlossen. Ein externes Planungsbüro ist nun für die Erstellung des Wärmeplans beauftragt worden. Nächstes Jahr werden die Ergebnisse zunächst dem Gemeinderat und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt. „Was für mich schnell umsetzbar ist, sind Informationsveranstaltungen, wie beispielsweise die Klimaradtour“, schildert Herrmann. Sie betont, dass ihr eine konkrete Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig ist.
Einberufung des Lenkungsauschusses
„Wir sind gerade dabei, den Lenkungsausschuss wieder einzuberufen und hoffen, dass das erste Zusammentreffen noch dieses Jahr stattfinden kann“, betont Herrmann. Im Lenkungsausschuss, der sich aus Vertretern des Gemeinderats, des Jugendgemeinderats und des Arbeitskreises lokaler Klimaschutz zusammensetzt, wurde einst das Klimaschutzkonzept erstellt. „Meine Idee ist es, den Ausschuss nicht nur auf das Konzept anzuwenden, sondern generell auf Klimaschutzthemen, die in der Stadt anfallen“, führt Herrmann aus.