Die Menschen feiern friedlich zusammen drei Tage lang das Erdmannhäuser Straßenfest. Doch Anwohner üben Kritik an Klingelstreichen, Lärm und Parkplatzsituation.
Feste können bei vielen Menschen große Freude bereiten: mit anderen zusammenkommen, essen, trinken und feiern. So geschehen auch wieder von Samstag bis Montag beim Erdmannhäuser Straßenfest. Es gibt aber auch Frust, wie ein Blick in die sozialen Medien zeigt.
Auf Facebook beschwerte sich eine Bürgerin gleich am Sonntagmorgen: „Der Start gestern war für Anwohner furchtbar.“ Parken sei das eine Problem, hier werde keinerlei Rücksicht auf die Anwohner genommen. Das andere Problem ärgere sie aber noch viel mehr, denn nachts um circa 1.30 Uhr sei an ihrer Haustür geklingelt worden. Das „ist eine absolute Frechheit“, so die Facebook-Nutzerin.
„Mindestens acht Mal“
Offenbar ist sie nicht die einzige, die mit nächtlichen Klingelstreichen konfrontiert wurde. Eine weitere Bürgerin schreibt ebenfalls über dieses Problem. Gleich mehrfach, „mindestens acht Mal“, sei bei ihr mitten in der Nacht geklingelt worden.
Auch sie bemängelt die fehlende Rücksicht auf die Anwohner. Weil ihre Tiefgarage während des Straßenfestes gesperrt war, „müssen wir unsere Autos weit weg parken und jedes Mal mühsam einen Platz suchen. Inzwischen wurde schon ein Auto zerkratzt und es kam sogar zur Fahrerflucht“. Das sei wirklich nicht mehr zumutbar.
Eine weitere Facebook-Nutzerin schlägt in diesem Zusammenhang vor, zu überlegen, den Standort des Festes an einen Platz zu verlegen, an dem es nicht so störend für die Anwohner ist. Sie schlägt den Parkplatz bei der Halle an der Schray vor.
„Megageiles Straßenfest“
Die Diskussion verfolgt der Bürgermeister Marcus Kohler mit wenig Freude – und findet klare Worte. Dass ein paar Vereinzelte immer wieder Kritik üben, „das regt mich auf“. „Das Straßenfest ist toll – wie immer seit 1974. Für die Anwohner ist es natürlich anstrengend: Lärm und Musik, vielleicht auch mal ein Klingelstreich – das bleibt nicht aus.“
Auch das Thema Parken: „Das ist wie bei jedem Fest, wie in jedem Ort.“ Auch jetzt habe man wieder ein „megageiles, wunderschönes Straßenfest“ gehabt. Unzählige Helfer aus den Vereinen hatten es auf die Beine gestellt – ehrenamtlich, „weil sie Freude daran haben, sich für andere zu engagieren. Von solchen Veranstaltungen lebt ein Ort“, so Kohler. Und betont: „Die Freude an diesem Fest lassen wir uns nicht kaputt machen.“