Die Umstrukturierungen in der Führungsebene der RKH Kliniken im Kreis Ludwigsburg gehen weiter. Nach der Ablösung von Geschäftsführer Jörg Martin wird nun auch Anne Matros, Regionaldirektorin Ludwigsburg-Bietigheim, das Unternehmen verlassen.
Die Regionaldirektorin der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, Anne Matros, wird die RKH Gesundheit verlassen. Das teilt die RKH kurz vor Jahresende mit. Ursache für die Trennung seien „private Gründe“. Spätestens zum 30. Juni kommenden Jahres ist das Kapitel Matros bei den Kliniken im Kreis beenden. Laut RKH stelle sich Matros einer „neuen beruflichen Herausforderung“.
Zum Abschied sagt Marc Nickel, Medizinischer Geschäftsführer der RKH Gesundheit: „Wir danken Frau Matros für ihr viereinhalbjähriges Engagement für unsere Kliniken und wünschen ihr viel Erfolg bei ihren zukünftigen Aufgaben und auch privat alles erdenklich Gute.“ Gemeinsam mit Matros werde man den Übergang zur neuen Position der Klinikgeschäftsführung gestalten und eine reibungslose Übergabe gewährleisten.
Erst vor zwei Wochen waren Umstrukturierungspläne auf der Führungsebene der RKH Kliniken bekannt geworden. Um eine moderne Führungsstruktur mit klar definierten Verantwortlichkeiten und kürzeren Entscheidungswegen zu etablieren, werden Handeln und Verantwortung zusammengeführt, hieß es dazu in der Mitteilung. Deshalb sollen für die Führung der Klinikgesellschaften die Funktion der Regionaldirektoren in Klinikgeschäftsführer überführt werden. Dies sei ein Rollenwechsel, aus dem sich ein höheres Maß an Entscheidungskompetenz und Verantwortung ergebe. Die Klinikgeschäftsführer werden in der Holding angestellt und in die jeweilige Klinikgesellschaft entsendet. „Auf diese Weise können Entscheidungen direkt vor Ort getroffen werden“, erläuterte Nickel damals.
Neben der Krankenhausreform drücken die RKH Kliniken im Landkreis viele Sorgen. Trotz der vom Land Baden-Württemberg gewährten Soforthilfen in Höhe von 8,5 Millionen Euro erwartet die RKH Gesundheit für das Jahr 2024 einen Verlust von rund 60 Millionen Euro. Hauptursachen des gestiegenen Defizits sind ein Rückgang der stationären Leistungen, der Fachkräftemangel, hohe Kosten für Leiharbeitskräfte sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen.