Klinikum in Stuttgart Abriss von Personalgebäuden: Mieter wissen nicht wohin

Von Jörg Nauke 

In Stuttgart-Bad Cannstatt regt sich Widerstand gegen den Abbruch von 300 Personalwohnungen und -zimmern. Viele der Mieter verdienen wenig und wissen daher nicht wohin. Der Arbeitgeber verschickt bereits Drohbriefe.

Neben einigen anderen Personalgebäuden in der Stadt sollen  nach dem Übergang der Wohnungen vom Klinikum auf die SWSG im Juni  die drei Baukörper am Prießnitzweg abgerissen werden. Dort sollen bis 2023 Neubauten mit 400 Einheiten entstehen.  Den Beschäftigten drohen drastische Mieterhöhungen. Foto: Lg/Willikonsky
Neben einigen anderen Personalgebäuden in der Stadt sollen nach dem Übergang der Wohnungen vom Klinikum auf die SWSG im Juni die drei Baukörper am Prießnitzweg abgerissen werden. Dort sollen bis 2023 Neubauten mit 400 Einheiten entstehen. Den Beschäftigten drohen drastische Mieterhöhungen. Foto: Lg/Willikonsky

Stuttgart - Das Klinikum, die Rathausspitze und die städtische Siedlungsbautochter SWSG müssen sich vorwerfen lassen, in Zeiten des Pflegenotstands Fachkräfte mit ihrer Personalwohnungspolitik in die Kündigung zu treiben. Sie weisen die Kritik zurück. Konkreter Anlass ist für die SWSG-Mieterinitiative, SÖS/Linke-plus und erboste Beschäftigte der schon vor zwei Jahren beschlossene und für Juni geplante Abriss dreier Gebäude im Prießnitzweg beim Klinikum Bad Cannstatt mit seinen rund 300 Wohneinheiten und einer Kindertagesstätte. Die Stadt hat das Eigentum an allen Personalwohngebäuden auf ihre Tochterfirma SWSG übertragen. Das Klinikum mietet die rund 790 sanierten und neu gebauten Einheiten zurück. 2004 gab es noch 1590, Ende 2015 noch 870. In der Bauphase sinkt die Zahl bis auf 555.

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