Klinikum Stuttgart Rechtsstreit beigelegt

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Die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung zwischen der Geschäftsführung des Klinikums der Stadt Stuttgart und der versetzten Bauleiterin ist beigelegt. Die Parteien haben eine Vergleich geschlossen. Die Bauingenieurin verlässt das Großkrankenhaus.

Das Stuttgarter Klinikum hat unruhige Zeiten hinter sich. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Das Stuttgarter Klinikum hat unruhige Zeiten hinter sich. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Der Arbeitsrechtsstreit zwischen der Geschäftsführung des Klinikums der Stadt Stuttgart und dessen früherer Bauleiterin ist beigelegt. Die Parteien haben einen vom Landesarbeitsgericht angenommenen Vergleich geschlossen und trennen sich. Die Bauleiterin wird das städtische Großkrankenhaus am 31. März verlassen, es wurde ihr aber freigestellt, schon vorzeitig zu gehen.

Damit nimmt eine Auseinandersetzung ein Ende, die in der Öffentlichkeit einigen Wirbel ausgelöst hatte (wir haben berichtet). Die Geschäftsführer des Klinikums, Jan Steffen Jürgensen und Alexander Hewer, hatten die damalige Leiterin des Servicecenters Bau und Engineering, die damit für die umfangreichen Neubauten am Katharinenhospital in Mitte zuständig war, im August 2017 an den Standort Bad Cannstatt versetzt mit der Begründung, sie sei ihren Aufgaben nicht gewachsen. Zuvor hatte man versucht, die Ingenieurin zu einer Trennung zu bewegen. Die Bauleiterin hatte daraufhin auf Weiterbeschäftigung an gleicher Stelle und gegen den Kaufmännischen Geschäftsführer Alexander Hewer auch wegen Mobbings geklagt.

Mobbing-Klage wurde abgewiesen

Den Tatbestand des Mobbings sah das Arbeitsgericht Stuttgart nicht als erfüllt an, dafür seien die dargelegten Geschehnisse „nicht ausreichend“, die Klage wurde abgewiesen. Im Falle der geforderten Weiterbeschäftigung obsiegte die Klägerin jedoch, das Gericht befand, die Umsetzung und der Entzug der Aufgaben seien zu Unrecht erfolgt. Allerdings war ihr vorheriger Leitungsposten schon wieder besetzt worden. Gegen die Gerichtsentscheidung war die Bauingenieurin in Berufung gegangen.

Mit dem erreichten Vergleich gilt der Rechtsstreit nun als erledigt. Beide Seiten haben sich verpflichtet, die gegeneinander erhobenen Vorwürfe nicht weiter aufrechtzuerhalten. Über die getroffenen Vereinbarungen, so über die gezahlte Abfindung, wurde Stillschweigen vereinbart.

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