Wladimir Klitschko hat einstimmig nach Punkten gegen den Briten Tyson Fury verloren – und ist damit auch seine WM-Titel. In einem Rückkampf könnte der Ukrainer es sich selbst noch einmal beweisen.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Düsseldorf - Im Ring ist Waldimir Klitschko der eindeutig unterlegene Boxer gewesen, aber man sollte ihn nicht voreilig abschreiben. Mit 39 Jahren zählt er zwar zu den betagteren Kämpfern, aber er ist gerade im Schwergewicht nicht so alt, als dass er es nicht noch einmal zurück auf den WM-Thron schaffen könnte.

Immerhin existiert jetzt eine Gemengelage, die man in den Zeiten, als Wladimir Klitschko seine Rivalen reihenweise quasi im Vorbeigehen abservierte, lange vermisst hat: Durch den starken Auftritt von Tyson Fury geht es in der Königsklasse des Boxens endlich wieder spannend zu. Klitschko bietet sich somit nach Jahren der Monotonie die Chance, sich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen. Ob es der gefallene Box-Apoll noch einmal zurück an die Spitze schaffen kann, ist vor allem eine Frage der Motivation. Ist Klitschko noch heiß aufs Boxen? Schenkt man seinen Aussagen vor dem Kampf glauben, ist dies der Fall. Lange habe er seinen Sport nicht richtig geliebt, erzählte er da – mit ansteigendem Alter genieße er nun jeden Moment.

Der Rückkampf wäre also die logische Konsequenz. Verliert er erneut, wäre die glanzvolle Karriere von Dr. Steelhammer beendet. Siegt Klitschko allerdings, hätte er bewiesen, dass er sich auch auf der Schattenseite seines Sports durchzuboxen weiß.

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