Kneipenszene in Stuttgart Eröffnungen mit großem Wohlwollen registriert

Wochenendbeilage : Ingmar Volkmann (ivo)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Dann eröffnet Henriette Trauer, die seit ihrer Zeit in der Kneipe Libero im Stuttgarter Süden eine große Fangemeinde hat, an der Hauptstätter Straße 45 gemeinsam mit Stefan Arzt und Kersten Knödel die Kneipe Immer.Beer.Herzen. Der Name klingt nach einer Schnapsidee, ist aber ernst gemeint: „Wir haben in einem Artikel über Südkorea gelesen, dass Deutschland dort gerade total hip ist und die ihre Läden alle so ähnlich nennen. Das hat uns gefallen“, sagt Trauer. Wann die neue Kneipe eröffnen wird, steht noch nicht fest. „Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir denken aber, dass es Anfang Juni soweit sein könnte“, so Trauer. Libero-Anhänger werden in jedem Fall auf ihre Kosten kommen: „Es wird wieder eine Raucherkneipe sein, und natürlich werden wir auch wieder einen Tischkicker haben“, sagt Trauer. Außerdem wird das Immer.Beer.Herzen auch über eine Außenbewirtschaftung verfügen.

Betreiber warten auf die Reform der Stellplatzablöse

Auf der anderen Straßenseite werden die Neueröffnungen mit großem Wohlwollen registriert. Am Schwabenzentrum hat vergangene Woche das Restaurant Breitengrad an neuer Stelle eröffnet. Auch hier pilgern die Gäste in Strömen. Außerdem stehen dort Ninette Sander und Ralf Bauer, die Betreiber des Schocken, in den Startlöchern. Bauer und Sander wollen an historischer Ausgehstätte das Gastronomie-Projekt White Noise verwirklichen. In der ehemaligen Kneipe Rob Roy soll im Mai eine neue Bar eröffnen. Im ehemaligen Litfass, einer für Stuttgart popkulturell wichtigen Ausgehlocation, sollen in einem Club anspruchsvolle elektronische Musikwünsche erfüllt werden. Mit dem Bauantrag für den Club warten Bauer und Sander noch, bis der Gemeinderat die Reform der Stellplatzablöse beschlossen hat. Dann werden Diskotheken genauso wie Schank- und Speisewirtschaften behandelt und müssen weniger Ablöse für nicht vorhandene Stellplätze bezahlen. „Sobald die Reform durch ist, reichen wir unseren Antrag ein“, sagt Bauer. „Wir hoffen, dass der Antrag in sechs Monaten bearbeitet ist, sodass wir im Winter dann den Club eröffnen können.“

Das neue Ausgehquartier rund um die Hauptstätter Straße sieht Bauer mehr als positiv. „Das ist doch spitzenmäßig, wenn sich im Umkreis von 500 Metern so viele tolle Gastronomien ansiedeln. Schon jetzt gibt es ja auch die Bar Romantica in Laufdistanz, dazu die neuen Läden auf der anderen Seite der Straße. Da kann man abends in diese Ecke kommen und dann erst entscheiden, wo man sich am Ende niederlässt“, sagt Bauer. „Im besten Fall haben wir am Ende eine niveauvolle Ausgeh-Alternative zur Theodor-Heuss-Straße auf der anderen Seite der Innenstadt“, sagt Bauer. Komplettiert wird die neue Ausgehmeile spätestens 2020, wenn die Stadt ihr Haus an der Hauptstätter Straße 49 rundumerneuern kann.




Unsere Empfehlung für Sie