Kochschule Dünsten

Von SIR 

Dünsten ist ein sehr schonendens Garverfahren. Vitamine und Mineralien bleiben weitestgehend erhalten. Dabei wird entweder Wasser zugegeben oder Gemüse garen in ihrem eigenen Saft.

Beim Dünsten wird entweder Wasser zugegeben oder Gemüse in ihrem eigenen Saft gegart. Foto: koss13/Shutterstock
Beim Dünsten wird entweder Wasser zugegeben oder Gemüse in ihrem eigenen Saft gegart. Foto: koss13/Shutterstock

Dünsten ist eine Zubereitungsart für Lebensmittel, bei der man rohe Lebensmittel mit wenig Flüssigkeit gart. Dabei wird entweder Wasser zugegeben oder Gemüse garen in ihrem eigenen Saft. Zur Intensivierung des Geschmacks kann man etwas Fett hinzugeben.

Allgemeines

Dünsten ist ein sehr schonendens Garverfahren. Vitamine und Mineralien bleiben weitestgehend erhalten. Da man meist mit Brühe oder Wasser dünstet, ist es auch eine besonders fettarme Garmethode, die sich für Diätkost eignet.

Alle Lebensmittel mit höherem Wassergehalt wie helles Fleisch, Geflügel, Fisch und saftige Gemüsesorten sind zum Dünsten ideal. Anstelle von Wasser kommen auch Wein, Brühe oder Bratenfond in Frage. Weil bei der schonenden Zubereitungsart auch die Struktur und Farbe der Gemüse erhalten bleiben, ist sie die perfekte Methode für die optisch ansprechende,vegetarische Küche.

Dünsten im eigenen Saft

Um den Dampf zum Garen zu erzeugen, nutzt der Koch hier die Eigenflüssigkeit des Lebensmittels, meist Gemüse. Der Wasserdampf darf nicht aus dem Kochgefäß entweichen, daher benötigt man zum Dünsten einen fest schließenden Deckel. Die ideale Dünsttemperatur liegt zwischen 80°C und 100 °C. Ist sie höher, wäre der Druck zu groß, Dampf würde entweichen und das Kochgut womöglich anbrennen.

Dünsten unter Zugabe von Flüssigkeit

Der Kochvorgang ist der gleiche wie beim Dünsten im eigenen Saft - nur mit dem Unterschied, dass man fremde Flüssigkeit hinzufügt.

Dünsten mit Fett

Zunächst zerlässt man im Kochgeschirr Butter oder Margarine oder gibt etwas Öl hinein. Anschließend wird das Gemüse dazu geben und alles vorsichtig gedünstet. Wichtig ist, dass man den Kochvorgang mit hoher Temperatur beginnt, was auch Ankochen genannt wird. Anschließend gibt man etwas Flüssigkeit hinzu. Danach sollte die Temperatur heruntergeschaltet werden und das Kochgut mit schwacher Hitze weiter dünsten.

Wie dünstet man richtig?

Am besten, man benutzt zum Dünsten einen flachen und breiten Topf, in dem man eine kleine Menge Fett erwärmt. Nach dem Andünsten gibt man wenig Wasser hinzu und verschließt den Topf fest. Vor Ende der Garzeit sollte dieser nicht geöffnet werden. Man braucht den Inhalt nicht umrühren oder wenden. Es reicht vollkommen, den Topf ab und zu ein wenig zu rütteln, damit nichts anbrennt und der Wasserdampf im Topf verbleibt.

Wer gerne romantisch kocht, den Eigengeschmack der Speisen betonen möchte und Wert auf fettarmes Essen legt, sollte mit Wein dünsten. Zu hellem Fleisch und Fisch passt Weißwein, bei dunklen Fleischsorten empfiehlt sich Rotwein. Dünstet man Fleisch und Gemüse zusammen, muss man bedenken, dass beide Lebensmittel unterschiedliche Garpunkte haben.

Was eignet sich zum Dünsten?

Ideal sind zarte, in kleine Stücke geschnittene Gemüsesorten, Fisch sowie bindegewebsarmes Fleisch. Die schonende Garmethode sorgt dafür, dass empfindliche Lebensmittel nicht frühzeitig zerfallen. Außerdem bleiben die Vitamine erhalten. Sollen die Lebensmittel beim Garen nicht beschädigt werden, kann man zusätzlich einen Siebeinsatz verwenden. Solche Lebensmittel können beispielsweise Hefeklöße oder Brokkoli sein.

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise vom Gourmet-Portal GuteKueche.de zur Verfügung gestellt.