In Steinheim war eine Debreziner entdeckt worden, mit der eventuell Hunden geschadet werden sollte. Ob tatsächlich eine Gefahr bestand, wird nun untersucht.

Unter Steinheimer Hundehaltern geht die Angst um, dass vergiftete Speisen für ihre Lieblinge ausgelegt werden. Und zwar zum wiederholten Male, nachdem bereits im September ein Vierbeiner gestorben ist, der zuvor wohl einen kontaminierten Köder in Kleinbottwar gefressen hatte.

Mit schnellen Ergebnissen ist nicht zu rechnen

Aktuell geht es um ein Vorkommnis, das am Dienstag im Rathaus gemeldet wurde. In der Alfred-Ulrich-Straße hatte ein Hund nach einer dort liegenden Wurst geschnappt. Der Besitzer nahm dem Tier das Leckerli weg, berichtete Ramona Senghaas, Amtsleiterin Politik, Bildung & Bürger. „Es hat sich um ein Stück von einer Debreziner gehandelt, das sichergestellt wurde und jetzt untersucht wird“, erklärt nun Steffen Grabenstein, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Die Analyse werde ihre Zeit brauchen. Aber dem ersten Anschein nach deute nichts darauf hin, dass die Wurst vergiftet sein könnte, zum Beispiel geruchlich. „Dem Hund, der die Wurst im Maul hatte, geht es auch prima“, sagt Grabenstein.

Er betont zudem, dass der Halter des im September verstorbenen Hundes die Todesursache selbst habe feststellen lassen. „Wir haben davon kein amtliches Gutachten bekommen“, erklärt Grabenstein. Ferner seien im Nachgang zu diesem Fall von andernorts „verdächtige Wahrnehmungen“ in puncto Giftköder gemeldet worden. Die Besorgnis habe sich jeweils als unbegründet erwiesen.