Köngen feierte vier Tage lang Viel Musik und buntes Markttreiben

Böhmische Blasmusik für einen gut gefüllten Festplatz Foto:  

Der Pfingstmarkt lockt bei strahlendem Sonnenschein viele Besucher an. Der Musikverein hatte es mit seinem Fest am Freitag und Samstag etwas schwerer.

Das war Wetterpech. Der Auftakt zum Pfingstmusikfest am Freitagabend ist dem Musikverein Köngen komplett verregnet worden. Und am Samstag, der sich zunächst gut anließ, zogen abends dicke Wolken und ein scharfer Wind auf. Kaum hatten die „Blechaholics“ zu spielen begonnen, mussten sie wegen des Gewitters auch schon wieder aufhören – und der ganze Platz mit den rund 600 Gästen an den Biertischen und weiteren an den Buden und Fahrgeschäften wurde geräumt.

 

Das Köngener Publikum zeigte sich allerdings robust und treu. Am Freitag feierten manche trotz des Schmuddelwetters bis spät in die Nacht, berichtet Tanja Köstler, die Vorsitzende des Musikvereins Köngen: „Da waren einige, die haben wirklich Stimmung gemacht.“ Und am Sonntag und Montag sei der Zustrom dann „bombastisch“ gewesen.

Offener Biergarten inmitten des Jahrmarkts

Anders als in früheren Jahren stellt der Musikverein kein Zelt mehr auf. Denn das war sowohl was die Zahl der benötigten Helfer betraf als auch finanziell eine Herausforderung – und wie überall wird doch nicht mehr ganz so gefeiert wie vor Corona. Jetzt gibt es einen offenen Biergarten inmitten des Jahrmarkts, der, wenn man von den Wetterkapriolen absieht, auch sehr beliebt ist.

Dass es dieses Jahr wegen der Baustelle fürs Betreute Wohnen noch etwas enger zuging als sonst, störte die meisten nicht. Ricky Staiger von der Luftballon-Wurfbude fand den „kompakteren“ Aufbau sogar ganz gut. Man habe keine Lücken und mit einmal Rundumlauf kämen die Besucher eigentlich überall vorbei, sagte er – und bimmelte mit der Glocke, weil sich wieder jemand einen Preis erworfen hatte. Auch Schießbude, Entenangeln, Karussell oder Boxautos erfuhren regen Zulauf.

Das galt auch für den Pfingstmarkt am Montag, bei dem sich schon in aller Frühe die Straßen füllten. Vom Amaranth-Augenkissen bis zur Zeckenzange war hier alles zu haben, was der Haushalt brauchen könnte. Bürsten, Wedel, Messer, Lederwaren, Panzerkleb oder Kochtöpfe bewiesen große Anziehungskraft. Und überall lockten Schnäppchen. „Das mach ich nur heute!“, sagte Frank Wörner, der einen selbstfahrenden Tausendsassa-Akku-Rasenmäher für den halben Preis verkaufte. Bei den CBD-Cremes hieß es ebenfalls: Bezahl eine, nimm drei. Schmuck, Kunsthandwerk und allerlei Kulinarisches rundeten das Angebot ab. Anders als im Vorjahr blieben zwischen den Ständen auf der Straße aber auch einige Lücken, was die Marktbeschicker bedauerten: Es habe wohl mit den Standpreisen zu tun, sagte eine von ihnen unserer Zeitung.

Viele Besucher kamen mit dem Fahrrad

Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, der dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert, lud zum Erste-Hilfe-Quiz ein, bei dem man einen ebensolchen Kurs gewinnen konnte. Die Bereitschaft in den Rettungswagen war auf dem Fest verteilt. Oben im Schlosshof zeigten die cleveren Vierbeiner der DRK-Rettungshundestaffel Nürtingen-Kirchheim ihr Können und ihre Disziplin – beim Laufen auf Leitersprossen ebenso wie beim Klettern über Kinder.

Zahlreiche Besucher kamen bei dem herrlichen Wetter mit dem Fahrrad zum Pfingstmarkt. Stellplatzflächen für die Drahtesel waren allerdings nirgends ausgewiesen und auch den Ordnern nicht bekannt, weshalb an den Festeingängen teilweise Baumbeete und Gehwege vollstanden.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Köngen Pfingstmarkt Pfingsten