König Felipe spricht Machtwort Keine Jobs für Royals in Privatfirmen

König Felipe von Spanien hat den Mitgliedern seiner Familie das Arbeiten für private Firmen verboten. Foto: Getty Images Europe
König Felipe von Spanien hat den Mitgliedern seiner Familie das Arbeiten für private Firmen verboten. Foto: Getty Images Europe

Der Skandal um seine Schwester Cristina hat das spanische Königshaus erschüttert, nun zieht König Felipe die Konsequenzen und löst wenige Wochen nach seinem Amtsantritt ein Versprechen ein: Mitglieder der königlichen Familie dürfen nicht für private Firmen arbeiten.

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Der Skandal um seine Schwester Cristina hat das spanische Königshaus erschüttert, nun zieht König Felipe die Konsequenzen und löst wenige Wochen nach seinem Amtsantritt ein Versprechen ein: Mitglieder der königlichen Familie dürfen nicht für private Firmen arbeiten.

 

Madrid - Spaniens König Felipe VI. hat seiner Familie untersagt, für private Firmen zu arbeiten. Wie am Montag aus Palastkreisen in Madrid verlautete, sieht dies eine Neuregelung vor, die der 46-jährige Monarch gut einen Monat nach seinem Amtsantritt einführte. Sie gilt allerdings nur für den engen Kreis der Familie. Dazu gehörten neben dem Monarchen, Königin Letizia (41), die Töchter des Paares sowie das frühere Königspaar Juan Carlos (76) und Sofía (75).

Die Neuregelung hat vorerst keine konkreten Auswirkungen, weil kein Familienmitglied für Privatfirmen arbeitet. Felipes Töchter Leonor (8) und Sofía (7) sind ohnehin noch zu klein. Allerdings hätte eine solche Regelung, wenn es sie bereits in der Amtszeit von Juan Carlos gegeben hätte, möglicherweise eine Verwicklung von Felipes Schwester Cristina in den Finanzskandal um deren Ehemann Iñaki Urdangarín verhindert. Die 49-jährige Infantin war an Firmen ihres Mannes beteiligt, die nach Ermittlungen der Justiz dazu gedient haben sollen, Steuergelder zu unterschlagen. Die Affäre hatte dem Ansehen des spanischen Königshauses schweren Schaden zugefügt.

Nach der Neuregelung dürfen Felipes Schwestern Elena (50) und Cristina weiterhin ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen, weil sie nicht mehr zur königlichen Familie gezählt werden. Allerdings sollen sie künftig nur noch in Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung des Monarchen offizielle Termine für das Königshaus wahrnehmen. Dafür sollen sie kein Geld erhalten.

Die Finanzen des Königshauses will Felipe von 2015 an alljährlich einer externen Prüfung unterziehen. Damit wolle der Monarch sein Versprechen einlösen, dass im Königshaus mehr Transparenz herrschen soll, hieß es. „Das Königshaus wird durchsichtiger und für die Gesellschaft zugänglicher“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Efe einen Sprecher. Der König habe außerdem den Auftrag gegeben, bis zum Jahresende einen Verhaltenskodex für die Mitglieder und Angestellten des Königshauses auszuarbeiten.

Felipe VI. nimmt bis Ende des Jahres als König mit dem Gehalt vorlieb, das er als Kronprinz erhalten hatte. Wie aus Palastkreisen verlautete, entschied der Monarch, die - vor der Abdankung von König Juan Carlos festgelegte - Aufteilung der Gehälter nicht zu ändern. Danach bleibt sein Vater Juan Carlos bei seinem Jahresgehalt von 293.000 Euro. Felipe erhält mit etwa 146 000 Euro genau die Hälfte. Bis zum Ende des Jahres sollten die Gehälter für 2015 neu festgelegt werden, verlautete aus Palastkreisen.

 




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