Königstraße im Deutschland-Vergleich So schneidet die Stuttgarter Einkaufsstraße beim Thema Mieten ab

Die Königstraße in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Marijan Murat
Die Königstraße in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa/Marijan Murat

Wer auf stark besuchten Einkaufsstraße ein Geschäft betreibt, muss auch weiterhin hohe Mieten zahlen. Besonders in Städten wie München, Düsseldorf, Frankfurt oder Stuttgart wird das richtig teuer.

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Frankfurt/Main - Einzelhändler müssen in stark besuchten Einkaufsstraßen deutscher Städte weiter hohe Spitzenmieten zahlen. Zum Jahresende verzeichnete der Immobilienspezialist Jones Lang LaSalle auf Shopping-Meilen wie der Berliner Tauentzienstraße, der Frankfurter Zeil oder der Stuttgarter Königstraße konstant hohe Preise. Auch 2020 dürften sich die Mieten kaum ändern, sagte JLL-Experte Dirk Wichner. Trotz des boomenden Online-Handels blieben Innenstädte attraktiv, was auch das Weihnachtsgeschäft bewiesen habe.

Die höchsten Mieten werden laut der am Mittwoch veröffentlichten JLL-Studie in München fällig: In der Kaufingerstraße und am Marienplatz mussten Einzelhändler im zweiten Halbjahr bei Neuvermietungen bis zu 360 Euro pro Quadratmeter zahlen. Bei den untersuchten ebenerdigen Objekten mit 100 Quadratmetern und Fensterfront bedeutet das eine Monatsmiete von 36 000 Euro.

Steigende Nachfrage in kleinen Städten

Auf Platz zwei lag die Berliner Tauentzienstraße (330 Euro/Quadratmeter Spitzenmiete), gefolgt von der Zeil in Frankfurt (310), der Düsseldorfer Königsallee (290) und der Spitalerstraße in Hamburg (280). Etwas günstiger waren die Königstraße in Stuttgart (270) und die Schildergasse in Köln (250). Deutlich billiger war Leipzig, wo bis zu 120 Euro je Quadratmeter verlangt wurden.

Allgemein gebe es eine wieder steigende Nachfrage nach Ladenflächen in kleinen und mittleren Städten, schrieb JLL. In den vergangenen Jahren hätten sie unter dem Boom des Online-Handels und der Anziehungskraft der Großstädte gelitten, nun seien Produkte und Betreiber aus der Region wieder gefragt - auch wegen des wachsenden Umweltbewusstseins. Zudem seien in kleineren Städten Konzepte auf Flächen möglich, die in Metropolen unbezahlbar wären.




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