Kolumbien Was diese Tigerbabys mit Pablo Escobar verbindet

Von Franziska Schmock 

In einer Aufzucht in Kolumbien sind völlig unerwartet zwei Tigerbabys zur Welt gekommen. Nun wachsen die beiden im ehemaligen Privatzoo eines Drogenbarons auf.

Die beiden Tigerbabys Naya und Kalú haben in der Hacienda Napoles das Licht der Welt erblickt. Foto: AFP/Raul Arboleda 7 Bilder
Die beiden Tigerbabys Naya und Kalú haben in der Hacienda Napoles das Licht der Welt erblickt. Foto: AFP/Raul Arboleda

Stuttgart - Im Themenpark Hacienda Napoles in Kolumbien haben zwei Tigerbabys das Licht der Welt erblickt. Das berichtet das kolumbianische Magazin „Semana“. Demnach sind die beiden Königstiger bereits im August geboren worden. Die beiden hören auf die Namen Naya und Kalú.

Der Park ist aus dem früheren Privatzoo von Pablo Escobar entstanden. Der 1993 getötete Drogenbaron hielt zu seinen Lebzeiten verschiedene Tiere, unter anderem Elefanten, Giraffen und exotische Vögel. Am bekanntesten sind wohl seine Flusspferde, die sich nach Escobars Tod unkontrolliert vermehrt hatten und sich in den Flüssen und Seen der Region ausbreiteten.

Die Geburt der beiden Tiger sei eine Überraschung für die Pfleger gewesen, da laut „Semana“ keiner wusste, dass das Tigerweibchen schwanger war. Doch der positiven Nachricht folgte ein Schicksalsschlag: Die Mutter der beiden Jungen sei wenige Tage nach der Geburt an einer Lungenkrankheit gestorben.

Laut dem Magazin haben sieben Pfleger die Aufzucht der beiden übernommen. Alle zwei Stunden würden die kleinen Tiger mit der Flasche gefüttert. Nach sechs Monaten sollen die beiden mit den anderen acht Königstigern des Zoos zusammengeführt werden.

Seit 2014 gibt es auf dem 1.600 Hektar großen Gelände den Themenpark Hacienda Napoles. Dieser nimmt vor allem Tiere auf, die misshandelt wurden oder aus den Fängen illegaler Wildtierhändler befreit worden sind. Heute leben etwa 50 Tierarten in dem Zoo.




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