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Kolumne: Die Kunst und alles andere Druck mindern mit Negativlisten

Von Jörg Scheller 

Niagarafälle – check! Listen voller Dinge, die Menschen erleben oder erledigen wollen, liegen im Trend. Unserem Kolumnisten Jörg Scheller sind sie suspekt – und viel zu positiv. Er weiß Abhilfe.

To-Do-Listen? Jörg Scheller hält nichts von derlei Abhak-Mentalität. Foto: dpa
To-Do-Listen? Jörg Scheller hält nichts von derlei Abhak-Mentalität. Foto: dpa

Stuttgart - Menschen legen Listen an. Auf diese Listen schreiben sie Dinge: was sie einkaufen sollen, was sie erledigen müssen, was sie in ihrem Leben noch erleben wollen. Die Steigerungsform der Millionen von Erlebenwollenslisten, die da täglich verfasst werden, sind obskure Ratgeber wie „1000 Places to see before you die“. Mir sind solche Listen immer suspekt gewesen. Sie verwandeln unser Dasein in eine Abhak-Schnitzeljagd: Niagarafälle – check! Überhaupt sind diese Listen viel zu positiv. Warum die Sache nicht mal negativ angehen, habe ich mir schon vor Jahren gedacht – und begonnen, Listen mit all dem anzulegen, was ich nicht erlebt haben will, was ich nicht gewesen sein will, was ich nicht gehabt haben will.

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