Diese Temperaturen verlangen auch einen anderen Speiseplan als sonst üblich.

Leben: Anja Wasserbäch (nja)

Es ist warm, viel zu warm. Natürlich wissen wir alle, dass das schlimm ist. Für die Welt und für uns alle. Dieser Wandel ändert vieles. Er könnte auch unseren Speiseplan ändern. Gerade jetzt, wo es auf dem Wochenmarkt die besten Tomaten gibt, der Schrebergarten den Wettbewerb „Wer hat die größten Zucchini?“ gestartet hat, die Außentemperatur sich der Körpertemperatur annähert, kommen manche Menschen auf die Idee, Käsespätzle in der Kantine zu essen oder sich mit schwitzigen Köpfen an den Grill zu stellen, um der roten Wurst eine durchgehende Bräune zu verschaffen?

Das beste: eine kalte Suppe

Trinken, trinken, trinken – lauten die drei Tipps, auf die Verlass ist. Die Flüssigkeitsaufnahme funktioniert auch über Essen: Wassermelone und Gurken haben so viel Wasser, dass die sich auf dem Speiseplan auch gut machen. Und da es sowieso zu warm zum Kochen ist, bieten sich nicht nur Salate mit beiden Zutaten an. Zu Melonenstücken passen Fetastücke und Minzeblättchen, Gurke ist ganz klassisch mit Dill eine unschlagbare Kombination.

Wer aus allen Welten das Beste bei den zu heißen Temperaturen zusammenfügen möchte, wagt sich an eine kalte Suppe, die in Russland Okroschka genannt wird. Dazu braucht es nicht unbedingt Wurst (wie in vielen Rezepten angeben wird), aber unbedingt Pellkartoffeln, Eier, Radieschen, Gurke, Buttermilch, Schmand, Knoblauch, Dill, Schnittlauch, Senf, Salz, Pfeffer.

Der Aufwand ist gering

Kartoffeln und Eier lassen sich im Voraus kochen. Ansonsten braucht es den Herd nicht mehr, spart also auch Strom oder Gas. Buttermilch, Schmand, Senf, Salz und Pfeffer mischen, gepressten Knoblauch dazu. Und in die Suppe kommen die klein geschnittenen Eier, Kartoffeln und Gurken, darüber fein gehobelte Radieschen, der fein geschnittene Dill und Schnittlauch. Es ist wirklich das perfekte Essen bei unerträglichen Temperaturen, bei denen man nicht stundenlang am Herd stehen kann.