Kolumne Jörg Scheller Es braucht die Antipoden Gang

Die gewitzte Methode der Aneignung: Rapper Danger Dan Foto: Jaro Suffner/Annick Ramp
Die gewitzte Methode der Aneignung: Rapper Danger Dan Foto: Jaro Suffner/Annick Ramp

Noch Meinungsfreiheit, schon Meinungsmache? Im Kampf gegen rechts greift der Rapper Danger Dan zu einer zweischneidigen Waffe, findet unser Kolumnist.

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Stuttgart - Kürzlich veröffentlichte Danger Dan den Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“. Im Songtext eignet sich der Rapper der Hip-Hop-Gruppe Antilopen Gang eine Methode von Rechtsradikalen an – um sie gegen ebendiese zu wenden. Rechtsradikale betonen, ihre raunende Aufwiegelei sei von der Meinungsäußerungsfreiheit gedeckt. Aber die Adressaten in den eigenen Reihen wissen schon, was wirklich gemeint ist. Insofern, meint Danger Dan im Songtext, könne er unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit gewisse Rechte ja ruhig als Antisemiten bezeichnen und ihnen kaum verhohlen Gewalt androhen: „Kubitschek hat Glück, dass ich nicht Bogen schieß‘.“

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