Kolumne „Kinderkram“ Eltern – weder Chabos noch Babos

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Am aller erstaunlichsten jedoch ist, dass sich dieses intuitive Sprachgefühl zurückentwickelt, je älter die Eltern wie auch die Kinder werden.

Wenn ältere Kinder sagen: „Chabos wissen, wer der Babo ist“, machen ältere Eltern große Augen und sagen nix, voll kontrageil und unbabomäßig halt.

Wenn ältere Kinder sagen: „Du rallst gar nix, hast echt voll kp?“, gucken ältere Eltern, als ob sie gar nix rallen und echt voll keinen Plan haben.

Wenn ältere Kinder sagen: „Die Sis ist total aufgebitcht und ich bin fies unterhopft“, sehnen sich ältere Eltern nach Kicki, dem Schwein, und rufen hochnotverzweifelt: „Hilfe, ich versteh’ mein Kind nicht mehr!“

Liebe Eltern, keine Panik! Babos wissen: „Jugendliche brauchen zur Identitätsfindung die Auseinandersetzung mit den Alten, die eigene Sprache ist ein relativ ungefährliches Feld für diese Auseinandersetzung.“

Also, immer schön geschmeidig bleiben. Alles wird wieder easy. Oder crispy. Oder trottellummig.