Kommentar Die Kosten tragen die Steuerzahler

Künftig gehören zwei Beigeordnete zur Verwaltung in Neuhausen. (Archivbild) Foto: Roberto Bulgrin/bulgrin

Zwei Beigeordnete für Neuhausen sind ein sehr ungewöhnlicher Schritt. Nun sollen sich Gemeinderat und Verwaltung wieder auf Sachthemen konzentrieren, kommentiert unsere Autorin Elisabeth Maier.

Reporterin: Elisabeth Maier (eli)

Mit der Wahl von zwei Beigeordneten geht Neuhausen mit 12 000 Einwohnern ungewöhnliche Wege. Ortsbaumeister Rainer Däschler und Kämmerer Stefan Hartmann führen ab 1. Juni Dezernate, wie man es aus Großen Kreisstädten kennt. Beide Amtsleiter sind wichtig. Mit der Ermöglichung des Karriereschritts halten die Ratsmitglieder die beiden Macher. In Zeiten von Führungs- und Fachkräftemangel ist das nachvollziehbar. Die Kosten aber tragen die Steuerzahler. Zweifellos hat die Boom-Town Neuhausen mit neuen Wohngebieten, der S-Bahn und Infrastrukturprojekten viel zu stemmen.

 

Die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker leisten viel. Dass es 13 Jahre lang keine Beigeordnetenstelle gab, verwundert. Dennoch: Etliche Probleme waren hausgemacht. Der Konflikt von Bürgermeister Ingo Hacker mit den Räten, der in eine teure Mediation mündete, wurde nie öffentlich aufgearbeitet. Nun ist zu wünschen, dass sich die Beteiligten wieder auf Sachthemen konzentrieren.

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