Von Ferrari zu Aston Martin Sebastian Vettel bleibt – ein Segen für die Formel 1

Auf zu neuen Taten: Sebastian Vettel fährt bald Aston Martin Foto: imago/Federico Basile

Sebastian Vettel unterschreibt bei Aston Martin und bleibt der Rennserie als großer Name erhalten. Nichts besseres konnte der Formel 1 passieren, meint Redakteur Dominik Ignée.

Sport: Dominik Ignée (doi)

Stuttgart - Jetzt also doch: Sebastian Vettel bleibt der Formel 1 nach seinem Rauswurf bei Ferrari treu. Aston Martin heißt der nun vierte Formel-1-Arbeitgeber des Heppenheimers im Jahr 2021, in dieser Saison sorgt der Rennstall noch unter dem Namen Racing Point als Konstrukteurs-Vierter für Furore. Das wird Vettel davon überzeugt haben, weiterzumachen, diese Mannschaft hat Perspektive.

 

Kritiker, die nun glauben, der viermaliger Weltmeister sei im Spätherbst seiner Karriere gescheitert, weil er keinen Platz bei Mercedes oder Red Bull bekommen hat, kann Vettel weglächeln. Er geht jetzt ja nicht zu einer Hinterbänklermannschaft , sondern stellt sich einer neuen Aufgabe.

Bloß nicht in Rente gehen

Sebastian Vettel hätte auch zu Hause bleiben können – aber er wollte nicht. Mit 33 Jahren in Rennrente zu gehen, es wäre zwar verständlich und finanziell machbar gewesen, entspricht aber nicht seinem Naturell: Der Hesse ist Rennfahrer mit Leib und Seele. Er braucht die sportliche Herausforderung, das Duell auf dem Asphalt, den Geruch in der Garage. Die Formel 1 kann von Glück sagen, dass er so tickt. Er ist einer der erfolgreichsten Piloten der Formel-1-Historie und trägt einen großen Namen. Das ist gut für die Attraktivität und die Vermarktung der Serie.

Vermutlich wird er nicht um die WM mitfahren – zumindest noch nicht im ersten Jahr. Doch zumindest hat er sich die Option offengehalten, mit der James-Bond-Marke Großes zu erreichen. Wenn es nicht klappt? Scheitern kann Vettel nicht, denn beweisen muss er niemandem mehr etwas – bestenfalls sich selbst.

Weitere Themen