Der Volleyball-Bundesligist verlängert alle wichtigen Verträge – und unterstreicht, dass es in Stuttgart nicht nur Fußball gibt.

Stuttgart - Keine Frage: Der Spitzensport in Stuttgart wird geprägt vom VfB. Egal ob es um das Interesse von Sponsoren, Zuschauern oder Medien geht – jeder Verein in der Stadt tut sich schwer, aus dem übergroßen Schatten des Bundesligisten zu treten. Und doch haben aktuell zwei Clubs ihren Platz an der Sonne gefunden: die Bundesliga-Handballer des TVB Stuttgart und die Erstliga-Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart, die derzeit als Champions-League-Teilnehmer nicht nur das sportlich erfolgreichste Team in der Stadt sind, sondern dies auch mittelfristig bleiben wollen.

Der Volleyball-Bundesligist wirbt mit dem Slogan „Stuttgarts schönster Sport“ für sich, und nun hat er gleich auch noch Standortsicherung betrieben. Die Verträge mit den Hauptsponsoren Allianz und Scharr wurden ebenso um drei Jahre verlängert wie die Kontrakte der sportlich Verantwortlichen Kim Renkema und Aurel Irion, von Trainer Giannis Athanasopoulos fehlt nur noch die Unterschrift. Damit sind die Weichen in Richtung einer erfolgreichen Zukunft gestellt – und an Zielen mangelt es nicht.

Der Titel ist das Ziel

Nach vier Vizemeisterschaften in Serie soll endlich der DM-Titel her, der Verein wäre gerne Dauergast in der Königsklasse, bei den Sponsoreneinnahmen ist eine Steigerung nötig und möglich, längst nicht alle Heimspiele sind ausverkauft. Was nur zeigt: Es gibt viel zu tun. Und neben der aktuellen Planungssicherheit auch eine reizvolle Perspektive. Im Bereich Aus- und Weiterbildung besteht schon eine Kooperation mit dem VfB, womöglich lässt sich diese früher oder später auf den sportlichen Bereich ausdehnen.

Es wäre der beste Weg, um nicht Gefahr zu laufen, irgendwann wieder im Schatten des Fußballs zu verschwinden.

jochen.klingovsky@stzn.de